Kurpark erstrahlt in neuem Glanz

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Grassau - Sonnenschein war dem Markt Grassau zur Einweihung seines umgestalteten Kurparks vergönnt. Für eine knappe halbe Million Euro hat die Gemeinde ihre grüne Mitte aufgewertet.

Schon im März 2002 hatte sich der Marktgemeinderat zur Sanierung und Aufwertung des Kurparks entschlossen, erinnerte Bürgermeister Jantke. Weil vor allem die Ortskernsanierung Vorrang hatte, dauerte es fast zehn Jahre bis zur Umsetzung.

Seit 1968 existierte der Kurpark in fast unveränderter Form. Nach Abschluss der Ortskernsanierung konnten 2009 die Planungen zur Um- und Neugestaltung fortgesetzt werden. Wichtig sei die Beteiligung der Bürger gewesen, betonte Jantke. Von allen Seiten sei der Erhalt der großen Grünfläche favorisiert worden.

Wenn es auch nicht leicht gefallen sei, so wurden doch 23 alte Birken und Fichten gefällt, dafür aber 25 neue eingesetzt - vornehmlich Zierkirschen, Bergahorne und Hainbuchen. 27 alte Bäume blieben erhalten. Des Weiteren wurden 2000 neue Stauden, Sträucher, Ziergräser, Farne, Kräuter und Blumen gepflanzt, die Wege neu befestigt sowie teilweise nach außen verlegt, um die Grünfläche zu vergrößern, und im Süd-Westen ein neuer Zugang geschaffen.

Drei halbierte Stämme zum Sitzen

20 neue Bänke und drei halbierte Eichenstämme zum Sitzen wurden aufgestellt. Ein besonderer Ruheplatz ist die acht Meter lange Sitz-Liegebank bei der neuen Wasseranlage. Das Wiesenlabyrinth wurde wieder angelegt.

Als "Glanzstück" bezeichnete der Bürgermeister die Kombination eines künstlichen Bachlaufs mit einer herkömmlichen, aber aus dem Wasser heraus beleuchteten Kneippanlage.

Sechs Lichtmasten und sieben Bodenstrahler sorgen auch abends für ausreichende Beleuchtung.

Drei seniorengerechte Fitnessgeräte können Jankte zufolge aufgrund langer Lieferzeiten erst Ende August aufgestellt werden. Zudem fehlt noch die Scheibe über einem Rohrstück der historischen Salinenleitung.

480.000 Euro wurden laut Jantke in vier Monaten Bauzeit in die Umgestaltung des gut 8400 Quadratmeter großen Areals investiert. Die Hälfte der Kosten muss die Gemeinde selbst tragen.

Abschließend bat der Rathauschef die Bürger auch um etwas Geduld, denn viele Pflanzen und die neuen Bäume müssten erst noch richtig anwachsen.

Landschaftsarchitekt Rupert Schelle überreichte dem Bürgermeister statt eines Schlüssels Schwimmflügerl zur Übergabe der fertigen Anlage. Durch das Fällen einiger Bäume wurden Sichtbeziehungen zur Hochplatte und zum Kirchturm geschaffen, erklärte der Planer einen weiteren Aspekt der Umgestaltung. Damit künftig auch Boule gespielt werden kann, hatte der Architekt gleich einen Satz Kugeln dabei, die er Geschäftsleiter Robert Höpfner übergab.

Künstlerin Linda Blüml und Jantke enthüllten dann eine zweigeteilte Stele. Hinter der ersten, die auf Augenhöhe ein großes Loch aufweist, erkennt man in der zweiten einen Kopf und eine Hand, die die Augen dieses Kopfes fast verschließen. "Durchblick" nennt die Künstlerin ihr Werk.

Musikalisch wurden die Festgäste von den Jungen Grassauer Bläsern unterhalten. Der aufgeweitete Weg parallel zum Salinenweg wurde in einen Biergarten verwandelt und den Besuchern nicht nur Freibier, sondern zudem auch eine kostenlose Brotzeit geboten.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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