"Sie soll im Gedächtnis bleiben"

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Bei der Enthüllung der Maria-Hellwig-Figur: (von links) Margot Hellwig-Lindermayr, Thomas Berger mit Ehefrau Eva Maria und Karl Moik.

Reit im Winkl - Volksmusik-Prominenz in Reit im Winkl: In der Brunnenstraße wurde vor dem "Kuhstall" eine Maria-Hellwig-Figur aus Holz enthüllt.

In der Brunnenstraße in Reit im Winkl steht der "Kuhstall", jene Lokalität, die bei den Anhängern der volkstümlichen Musik einen gewissen Kultstatus besitzt: Hier war Maria Hellwig zu Hause, hier hatte sie ihr "Wohnzimmer", wie dies die Tochter Margot Hellwig-Lindermayr erklärt, hierher pilgern nach wie vor ihre Anhänger. Bekanntlich ist Maria Hellwig am 26. November 2010 im Alter von 90 Jahren verstorben, zeitlebens hielt sie ihrem Heimatort Reit im Winkl die Treue.

Damit auch weithin erkennbar ist, dass dies der legendäre Hellwig-Kuhstall ist, winkt jetzt eine überlebensgroße Holzfigur freundlich den Passanten zu. Diese Maria-Hellwig-Figur wurde unter großer Anteilnahme vieler Gäste von Tochter Margot Hellwig-Lindermayr und Eva Maria Berger enthüllt. Sie ist die Ehefrau des als "singenden Wirt von Ainring" bekannt gewordenen Unternehmers Thomas Berger, der den "Kuhstall" seit 1996 gepachtet hat.

Karl Moik war bei dieser Enthüllung vor Ort und erzählte von der Herzlichkeit der Maria Hellwig und auch davon, dass sie "selbst tief in der Nacht noch für die Gäste Brotzeiten hergerichtet" habe. Thomas Berger sagte, dass er mit Maria Hellwig "innigst verbunden war", so habe er im Februar 2010 in diesem Kuhstall noch ihren 90. Geburtstag ausgerichtet. Nach ihrem Tod sei dem Ehepaar Berger gemeinsam die Idee zu dieser Holzfigur gekommen, so erzählen beide, während sie von Gästen und Neugierigen umringt werden. "Sie soll den Menschen im Gedächtnis bleiben."

Geschaffen hat das Standbild im Übrigen Sepp Moser aus Alpbach in Tirol. Eigentlich ist er Landwirt, "aber nebenbei schnitze ich auch ganz gerne", wie er erzählte. Vier Wochen habe er für die etwa eine halbe Tonne schwere Figur aus Tannenholz gebraucht, die jetzt neben der Eingangstüre des Kuhstalls in Position gegangen ist.

ost/Chiemgau-Zeitung

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