2011: 32 Einsätze für die Bergwacht

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Marquartstein - Jede Menge zu tun hatte die Bergwacht im Jahr 2011: 18 der insgesamt 32 Einsätze waren Notfalleinsätze am Berg.

Bergungen von Gleitschirmfliegern, Rettung aus Bergnot, Versorgung von Leicht- und Schwerverletzten sowie Sucheinsätze mit den Suchhunden der Bereitschaft - zu 32 Einsätzen wurde die Bergwacht Marquartstein im vergangenen Jahr alarmiert. Diese Einsatzbilanz stellte Bereitschaftsleiter Jürgen Triebler in der Jahresversammlung im Bergwachtheim vor.

18 Notfalleinsätze am Berg wurden geleistet, elf davon mit Hubschrauberunterstützung. Ein Einsatz mit Hubschrauber im Sommer in der Nordflanke des Schnappenberges erforderte beispielsweise die ärztliche Versorgung und Rettung eines abgestürzten Wanderers aus steilem Felsgelände. Zwei weitere unverletzte Mitglieder der Familie mussten mit Seilsicherung geborgen, auf den Steig zurückgeführt und mit dem Geländewagen ins Tal gebracht werden. Am selben Tag wurde dann noch eine Bergsteigerin mit gebrochenem Arm vom Schnappen abtransportiert. Leider habe es auch eine Totenbergung an der Kindlwand im Schnappengebiet gegeben, erinnerte Triebler.

Außerdem betreuten die Bergwachtler eine Reihe von Veranstaltungen, darunter der Hochgernlauf, die Bergmesse am Schnappen und die Messe am Hochgern zum 75. Bereitschaftsjubiläum.

Die Bereitschaft Marquartstein hat zurzeit 43 Mitglieder, davon 23 aktive Bergwachtmänner und zwei Bergwachtanwärter. Der dritte Anwärter hat 2011 seine letzten Prüfungen zum Bergwachtmann erfolgreich absolviert. Zwölf Bergwachtleute tragen Funkmeldeempfänger, die rund um die Uhr in Betrieb sind und im Notfall schnelle Einsätze gewährleisten. Die im Januar 2007 gegründete Jugendgruppe umfasst acht Jugendliche von 14 bis 17 Jahren, so Triebler in seinem Bericht.

29 bereitschaftsinterne Ausbildungsabende von Bergwachtausbildern und Bergwachtärzten sowie zwei Ausbildungen im Bereich Naturschutz wurden durchgeführt, berichtete Ausbildungsleiter Wolfgang Pfeifhofer. Vier Geländeübungen mit Kletter- und Berge-Ausbildung wurden angesetzt, zum Teil zusammen mit Nachbarbereitschaften. Alle Aktiven wurden in Bad Tölz im Trainingszentrum der Bergwacht in der Hubschrauberbergung geschult, mehrere Aktive nahmen zusätzlich an einer Einsatzleiterschulung und an drei regionalen Hubschrauberausbildungen an der Winde und am Bergetau teil.

Die Hundeführer der Bergwacht Marquartstein trainierten mit den Suchhunden Larca und Layla neben der individuellen Hundeausbildung an 13 Tagen bei einer Sommer- und Winterausbildung und nahmen an vier Sucheinsätzen teil, hieß es weiter.

Die Jugendgruppe der Bergwacht war unter anderem bei Kletterausbildungen in der Halle und im Freien aktiv.

Pfeifhofer zeigte sich mit dem Ausbildungsstand der Aktiven zufrieden.

Im Bereich Naturschutz wurden insgesamt 541 Arbeitsstunden geleistet, darunter Naturschutzstreifen, Nistplatzbetreuung und eine größere Sanierungsaktion am Feuchtbiotop Froschweiher in Marquartstein, um der Verlandung des Weihers entgegenzuwirken.

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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