Grünes Licht für Turnhalle und Heizzentrale

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Eine neue Turnhalle bekommt das Staatliche Landschulheim. Einen Entwurf erstellt hat des Architekturbüro Leichtenbacher/Spiegelberger in Traunstein.

Marquartstein - Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für zwei Bauvorhaben am Staatlichen Landschulheim gegeben: für eine Einfachsporthalle und für eine Heizzentrale.

Geplant ist die Halle in den Maßen 28 mal 16 Meter am Hang westlich des alten Schulgebäudes zum Teil dort, wo sich derzeit die Lehrerparkplätze befinden. Ein Teil des Gebäudes soll als Basisgeschoss unterirdisch angelegt werden und die ebene Dachfläche so gestaltet werden, dass sie als erweiterte Pausenfläche genutzt werden kann.

Im Osten soll die neue Halle über eine vorgelagerte, großzügig überdachte Vorzone erschlossen werden und über die neu gestalteten Freiflächen an das Schulgelände angebunden werden. Ein umlaufender Laubengang soll den oberirdisch sichtbaren, verglasten Teil der Halle umgeben. Die neue Sporthalle im Passivhausstandard ist für maximal 199 Personen ausschließlich für den Schulsport und schulische Veranstaltungen geplant.

Für die rund 800 Schüler des Staatlichen Landschulheims gibt es derzeit nur eine vollwertig benutzbare Einfachturnhalle im unteren Teil des Geländes westlich der Kreisstraße und eine alte Halle beim Achenhaus, die wegen Unfallgefahr nur noch als Gymnastikraum genutzt werden kann. Um die notwendigen Sportstunden halten zu können, ist daher eine zweite, vollwertig nutzbare Sporthalle "zwingend erforderlich", wird der Bauantrag begründet.

Antragsteller ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Hochbauamt Traunstein. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf voraussichtlich 3,2 Millionen Euro, die Bauzeit wird 14 Monate betragen. Der Baubeginn ist jedoch noch völlig offen, weil die finanziellen Mittel zuerst freigegeben werden müssen.

Bürgermeister Andreas Dögerl sagte, dass der Gemeinderat hier nichts genehmigen, sondern lediglich zustimmen müsse. In den letzten Jahren sei sehr viel in die Schulen am Ort investiert worden, allein einige Millionen Euro in die Achental-Realschule und den Neubau in Niedernfels, was indirekt auch dem Ort wieder zugute komme. Der Gemeinderat stimmte dem Plan mit einer Gegenstimme zu.

Einstimmig befürwortete das Gremium den Bau einer Heizzentrale mit Nahwärmeversorgung für das Staatliche Landschulheim. Mit der energetischen Sanierung der Schule war 2008 bei den beiden Außenhäusern, dem sogenannten Oberhaus und Unterhaus, bereits begonnen worden. Die neue Heizzentrale soll im tiefer gelegenen Schulbereich realisiert werden, wo sich das Achenhaus, die Schreinerei und die Sportstätten befinden. Die baufällige, seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte Schwimmhalle soll abgerissen werden.

Über die Heizzentrale, in der die technische Anlage untergebracht ist sowie ein Hackschnitzelbunker von 470 Kubikmetern, sollen alle Gebäude von Schule und Internat mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Die Anlieferung der Hackschnitzel kann ohne Störung des Schulbetriebs über die angrenzende Bundesstraße erfolgen. Im Zuge des Neubaus der Heizzentrale sollen im Außengelände auch die dringend notwendigen neuen Stellplätze geschaffen werden.

gi/Chiemgau-Zeitung

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