Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gemeinderat diskutiert Bebauungspläne

Wie soll der Marquartsteiner Ortsteil Freiweidach künftig aussehen?

Der neue Bebauungsplan „Am Sportplatz“ wurde auf den Weg gebracht. Die blauen Umrahmungen zeigen die möglichen Baufenster und nicht die Gebäudeformen, erläuterte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM).
+
Der neue Bebauungsplan „Am Sportplatz“ wurde auf den Weg gebracht. Die blauen Umrahmungen zeigen die möglichen Baufenster und nicht die Gebäudeformen, erläuterte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM).
  • VonManfred Peter
    schließen

Der Marquartsteiner Ortsteil Freiweidach soll sein Gesicht verändern. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand ein großes Wohnprojekt und Planungen für neuen Familien-Wohnraum zur Debatte. Der nächste Schritt ist getan.

Marquartstein – Auf der Fläche von rund 27.000 Quadratmetern sind Wohn-, Misch- und Gewerbebebauung vorgesehen. Unter die Wohnbebauung fällt auch das Wohnprojekt Maro, das neben Wohnungen eine Demenzwohngruppe beherbergen soll.

In der Gemeinde Marquartstein bestehe ein Bedarf nach Bauland für Mehrfamilienhäuser und Miet- oder Eigentumswohnungen, sagte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM). Auch Gebäude, in denen Wohnen und Arbeiten möglich sei oder sich Gewerbebetriebe ansiedeln könnten, würden gebraucht. Die Aufstellung des Bebauungsplanes beinhalte dies, so Scheck. Die Erschließung dieses Gebietes erfolgt über die Kreisstraße TS 34. Bauamtsleiter Erik Oberhorner erklärte, dass das Wohnen sowie die Misch- und Gewerbegebiete jeweils auf 50 Prozent der Fläche geplant würden.

Das Wohnprojekt Maro war schon immer Bestandteil des Entwicklungskonzeptes „Am Sportplatz“. Dafür wurde nun der vorhabenbezogene Bebauungsplan von der Verwaltung aufgestellt.

Wieweit sich der Gemeinderat auf den Entwurf festlege, wollte Gemeinderat Thomas Halder (BfM) wissen, da ihn das geplante Parkdeck störe. Scheck erwiderte, dass beim Satzungsbeschluss die Festlegung vollzogen werde, auf der besagten Parzelle 3 könne jedoch auch eine andere Bebauung gewählt werden. Der Aufstellungsbeschluss wurde mit Gegenstimmen von den Gemeinderäten Klaus Hell (BfM) und Franz Aigner (BfM) beschlossen. Nun geht das Verfahren in die Bürger- und Behördenbeteiligung.

Mitglieder kritisieren Dreistöckigkeit der Gebäude

Mehr Diskussionsbedarf gab es beim vorhabenbezogenen Aufstellungsbeschluss für das Wohnprojekt Maro, das laut Scheck schon immer Bestandteil des Entwicklungskonzeptes war. Der Bebauungsplan habe eine konkrete Bindung und es könnten mit dem Träger Verträge geschlossen werden, sagte er. Diese bedingten wiederum Beschlüsse vom Gemeinderat, womit dieser bei der Umsetzung und Gestaltung mitwirken könnte. Im Gegenzug bedeute der vorhabenbezogene Bebauungsplan jedoch auch für den Bauwerber, dass die Gemeinde hinter dem Projekt stehe.

Weil in den Wortmeldungen wieder die Dreigeschossigkeit kritisiert wurde, meinte Scheck, dass die Zeit und der Druck auf die Bauflächen diese drei Geschosse erfordere. So könnte möglichst wenig Fläche versiegelt und im Umfeld der Gebäude eine höhere Qualität erbracht werden. Auch auf Blick der Barrierefreiheit und den erforderlichen Einbau von Aufzügen könne so eine bessere Wirtschaftlichkeit erzielt werden.

Möglichst wenig Flächenversiegelung angestrebt

Hell hatte Eindruck, dass immer mehr Parkflächen geplant würden. Das bestätigte der Bürgermeister und versicherte, dass die Änderungen sich nur auf Stellplätze bezögen, da Maro die erforderlichen Stellplätze auf eigenen Flächen und nicht auf Parkdecks errichten solle. Zuerst war geplant, dass das Parkdeck von der Gemeinde erbaut wird und Bauwerber dort Stellplätze erwerben oder anmieten könnten.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Angesichts der Wetterextreme solle die Versiegelung von Flächen vermieden werden, sagte Gemeinderat Hubert Götschl (BfM). Wenn das Parkdeck zweigeschossig gemacht werde, könnten Stellplätze und somit Versiegelungen eingespart werden. Scheck stimmte zu, den Bebauungsplan zu überdenken. Wie das Parkdeck betrieben werden könnte, wird in künftigen Beratungen diskutiert. Mit den Gegenstimmen von Hell, Aigner und Christian Dögerl (CSU) wurde die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschlossen.

Kommentare