Hubschrauber landet auf schmalem Grat

Bergretter versorgen gestürzte Wanderin (58) an der Hochplatte

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Transport der Verunfallten durch die Bergwacht zum Hubschrauber an der Hochplatte.

Grassau - Zu einem schweren Unfall ist es am Sonntag auf der Hochplatte nahe Marquartstein gekommen. Eine Wanderin ist schwer gestürzt und hat sich dabei am Kopf verletzt.

Die Bergwacht Grassau rettete am 29. Juli eine 58-jährige Wanderin aus dem nördlichen Landkreis Traunstein. Sie war beim Abstieg in Richtung Haberspitz kurz unterhalb des 1.587 Meter hohen Hochplattengipfels gestürzt und auf dem steilen und felsigen Steig über mehrere Meter hinabgefallen. Dabei hatte sie sich eine schwere Kopfverletzung zugezogen, weshalb ihre Begleiterin die Bergwacht alarmierte.

Zwei Einsatzkräfte eilten mit dem Einsatzleitfahrzeug direkt zum Haberspitz, zwei weitere nahmen auf halber Strecke mit dem Geländefahrzeug noch einen Rettungssanitäter auf und kamen ebenfalls zum Haberspitz. Von dort ging es zu Fuß weiter zur Unfallstelle.

Da vor Ort eine Verletzung der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden konnte, forderte die Bergwacht für einen raschen und schonenden Transport der Verunfallten einen Rettungshubschrauber nach. Außerdem versorgte die Bergwacht die Kopfverletzung. Zwischenzeitlich kamen mit dem Rettungsfahrzeug noch drei Einsatzkräfte am Haberspitz an und brachten das für den Abtransport notwendige Equipment zur Einsatzstelle.

Entgegen der ursprünglichen Planung durch den Einsatzleiter der Bergwacht, die Patientin per Bergetau vom Unfallort auszufliegen und am Zwischenlandeplatz am Haberspitz umzulagern, entschied sich die Besatzung des Rettungshubschraubers "Christoph 14" zu einer Landung in unmittelbarer Nähe auf einem nur wenige Meter breiten Grat unterhalb des Gipfels.

Der Hubschrauber brachte die Verunfallte dann ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung der Verletzungen. Die Bergwacht brachte letztlich noch die Begleiterin zurück ins Tal, wo sie an der Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein das Auto geparkt hatte.

Pressemitteilung der Bergwacht Grassau

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