Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Marquartstein

18 Fragen an Martin Riedl (CSU)

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Will in Marquartstein Bürgermeister werden: Martin Riedl (CSU).

Marquartstein - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Marquartstein wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen den einzigen Kandidaten vor: Martin Riedl (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Martin Riedl


2. Partei

CSU / Liste 1

3. Alter

38

4. Wohnort

Marquartstein (seit 2015 dauerhaft im Eigenheim / 2007-2015 als Untermieter und Wochenendpendler bei den Schwiegereltern)

5. Geburtsort

Prien am Chiemsee

6. Familienstand

Verheiratet

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Mitglied Ortsverband Marquartstein
  • 
Seit 2019 Stellvertretender Ortsvorsitzender

  • 2019 Nominierung zum Bgm Kandidaten

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ich versuche meinen eigenen Weg zu gehen und orientiere mich eher an prägenden Figuren wie Familie, Freunde und Kollegen um daraus das für mich beste abzuleiten.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Seit meiner Kindheit liebe ich das Achental, seit meiner Schulzeit am Landschulheim schlägt mein Herz für Marquartstein.
 Die einmalige Lage umrahmt von den Chiemgauer Alpen und den Tiroler Achen und die damit verbundene Lebensqualität, ohne dass der Ort seinen Charakter durch Massentourismus verloren hat sind für mich die Besonderheiten Marquartsteins.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Als Diplombetriebswirt mit beruflichen Stationen im Marketing und aktuell 10 Jahren im Vertrieb (7 davon in leitender Position) konnte ich mir sowohl das wirtschaftliche Wissen, als auch (wie ich denke noch wichtiger), die soziale Kompetenz aneignen, die das Bürgermeisteramt braucht. Als Vertriebsleiter ist es heute meine Aufgabe messbare Ergebnisse (sowohl alleine als auch mit meinem Team) zu erzielen, die Kundenzufriedenheit zu steigern und meinen Mitarbeitern ein guter Chef zu sein. Ganz ähnlich sehe ich das Spektrum des Bürgermeisters: Ich möchte Marquartstein zu einem noch besseren Ort machen und das durch Teamwork sowhl innerhalb der Gemeindeverwaltung, als auch mit den Bürgern.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen? 
 

Die im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK vor mehr als 10 Jahren auch zusammen mit den Bürginnen und Bürgern entwickelten Maßnahmen wurden größtenteils noch nicht umgesetzt und somit viele Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Die Ortsmitte bedarf dringend einer Belebung sowohl für „Junge“, als auch „Ältere“ Marquartsteiner/innen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Marquartstein ist im Vergleich mit allen anderen Kommunen im Landkreis deutlich Älter, was die Einwohnerschaft angeht. Wir müssen es schaffen dem Rechnung zu tragen und den Anforderungen unserer älteren Mitbürger/innen zu genügen und zudem Zuzug junger Bürger/innen auch mit Familien zu ermöglichen um den Ort zukunftssicher aufzustellen. Mir ist dabei wichtig, dass es kein gegen- oder nebeneinander gibt, sondern ein miteinander. Wir brauchen kreative Ansätze vor allem was das Angebot an bezahlbarem Wohnraum angeht. Hier möchte ich mutig voran gehen und die Ressourcen der Gemeinde und des Landkreises nutzen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  • Einen Treffpunkt für Jung und Alt im Ortzentrum, idealerweise in Form des ersehnten Bügerhauses
  • Der Dorfjugend Freizeitangebote bieten und die Jugendlichen aktiv mit einbinden
  • Tourismus nachhaltig und in Einklang mit der Natur und den örtlichen Gegebenheiten weiter entwickeln

Kernmarke Marquartstein bilden: Wofür steht Marquartstein und was unterscheidet uns von anderen Regionen im Alpenraum? Zusammenleben der Menschen im Ort mit (Tages-)Gästen verbessern: Verkehrs - und Parksituation an den Wanderparkplätzen optimieren.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Wohnraumsituation ist in Marquartstein ebenso angespannt wie im ganzen Landkreis. Besonders zu beachten ist das mangelden Angebot für junge Büger/innen und Familien. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Achentaler/innen meiner Generation nach der Schule ausgezogen sind um sich Ihrer Ausbildung und Beruflichen Möglichkeiten zu widmen und nun den Weg zurück suchen. Diesem Klientel möchte ich Schwerpunktmäßig Angebote bieten. Die Wohnbaugesellschaft des Landkreises bietet eine Möglichkeit, Umnutzung von großen Bestandgebäuden eine andere, ein moderates Einheimischen Modell wäre zudem eine weitere Möglichkeit. Dabei ist mir wichtig, dass mit Maß gehandelt wird um das Ortsbild und die Infrastruktur nicht zu belasten.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Ich selbst achte seit Jahren auf meinen ökoligischen Fußabdruck und hinterfrage mein Handeln diesbezüglich regelmäßig kritisch. Wichtig ist es denke ich ein allgemeines Verständnis zu schaffen, ohne Hysterie. Der Landkreis ist bereits am sehr komplexen Thema des ÖPNVs (Öffentlicher Personen Nahverkehr) dran, hier sehe ich für alle kommunen im Achental Chancen. Ich möchte diesbezüglich eng mit dem Kreis und den Nachbarkommunen zusammenarbeiten. Ein angedachtes Fernwärmenetz kann Marquartstein zudem entlasten was CO2 Ausstoß angeht.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich bin im Achental aufgewachsen, vor allem meine Großeltern aus beiden Elternteilen haben mich gelehrt die Natur und Tierwelt zu achten. Ich finde den gestiegenen Fokus auf unsere heimische Natur gut, dabei missfällt mir aber der Generalverdacht unter den unsere Landwirte zum Teil gestellt werden. Wir vergessen viel zu schnell, dass unsere Landwirte, so wie Generationen vor uns unsere Lebenssituation ermöglicht haben. Ich wünsche mir hier drigend, dass mehr miteinander, statt übereinander gesprochen wird und möchte meinen Beitrag leisten, dass unsere Landwirte nicht zu unrecht angefeindet werden.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Bitte gehen Sie wählen! Bitte unterstützen Sie diejenigen, die sich für Ihre Gemeinde engagieren wollen und treffen Sie die für Sie richtige Entscheidung.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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