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Schüler in Maquartstein trotz „Abstand“ mit Bestleistungen

20 Prüflinge der Achental-Realschule erzielen hervorragende Ergebnisse beim Prüfungsessen

Realschule
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Unter nicht ganz einfachen Bedingungen legten Schüler der Achtental-Realschule ihre praktische Prüfung ab

Trotz Corona und unter erschwerten Bedingungen legten 20 Abschlussschüler der 10d aus dem sozialen Zweig der Achental-Realschule die praktischen Prüfungen im Fach Ernährung und Gesundheit ab.

Marquartstein - Die Prüfungen der ersten Maiwoche fanden an drei Tagen für drei Gruppen von Schülern statt und sind in jedem Jahr Auftakt für die nachfolgenden Prüfungen der 10. Klassen für ihren Abschluss zur Mittleren Reife. Heuer waren es 13 Mädchen und sieben Buben, d. h. junge Männer.

Noch gründlichere Hygiene-Maßnahmen

Heuer gab es noch gründlichere Hygiene-Maßnahmen als sonst, Kochen nur mit Mund-Nasen-Schutz, Lüften so häufig wie möglich, keine Gäste beim Prüfungsessen. Dafür nahmen die Schüler verschließbare Gefäße von zu Hause mit, so dass sich ihre Familien an den gezauberten Menüs erfreuen konnten.

Auch bei der Aufgabenstellung galt es für die Lehrkräfte zu berücksichtigen, dass jeweils nur zwei Schüler in einer Koje auf gegenüberliegenden Seiten kochten und sich beim Arbeiten an den Maschinen nicht in die Quere kamen. Vor den Prüfungen machten alle einen Schnelltest. Danach zogen die Prüflinge ihre Aufgaben per Los.

Aufgaben im Losverfahren

Ziel der sowohl theoretisch als auch praktisch anspruchsvollen Prüfungen ist es, dass die Schüler die Kenntnisse anwenden, die sie in den vier Jahren Praxisunterricht bei Fachlehrerin Anna Maria Huber und Regina Wimmer gelernt und geübt hatten. Das Ergebnis war ein Gaumen- und Augenschmaus, denn auch auf die optisch ansprechende Garnitur der Speisen, Tischdekoration und das richtige Servieren kommt es an.

Während in “normalen“ Jahren Angehörige der Schule, Vertreter der Gemeinde, Presse  und des Landratsamtes Traunstein, als Sachaufwandträger der Schule, zum Essen eingeladen werden, konnten heuer nur Prüfungslehrkräfte an dem festlich gedeckten Tisch Platz nehmen und wunderschön garnierten Speisen genießen.

Hohe Anforderungen an das praktische Können der Schüler

Die gesamte Prüfung stellte hohe Anforderungen an das praktische Können der Schüler, aber auch an Organisation und Zeiteinteilung. Jeder Prüfling musste innerhalb von vier Stunden mindestens drei Gerichte zubereiten und alles für das festliche Essen vorbereiten. Dazu gehört anfangs ein schriftlicher Arbeitsplan, auf dem die Schüler erklären, wie sie die per Los gezogenen Aufgaben organisieren und die Reihenfolge der Arbeiten, die sie dafür erledigen. Bewertet werden neben Tischdekoration und richtigem Servieren auch die Hygiene in der Küche, sinnvoller Geräteeinsatz und rationelle Arbeitsweisen.

Heimische Produkte werden verwendet

Heimische Produkte wurden verwendet, zum Beispiel Bärlauch, Patinaken, aber auch exotische Rezepte mit besonderen Früchten und Gemüsesuppen wie Papaya oder Süßkartoffeln. Bei den Rezepten sollten zum Beispiel Bärlauchschlutzkrapfen mit Spinatsalat, Quiche mit weißem und grünem Spargel, Blattsalate der Saison, Süßkartoffelcurry und als Nachspeisen Apfelstrudel mit Vanillesauce, Kokos-Panna Cotta auf exotischem Obstsalat und zum krönenden Abschluss Himbeer-Schokotorte oder Maracujatorte und Kaffee.

Trotz der erschwerten Bedingungen „zauberten“ die Prüflinge tolle Menüs auf hohem Niveau und bewiesen hohe Motivation mit viel Spaß an der Arbeit. Der erste Teil der Abschlussprüfungen ist somit bei allem mit Bravour gelungen. Der schriftliche Teil wird erst mit den anderen schriftlichen Prüfungen erfolgen.

gi

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