Härtestes Abenteuerrennen der Welt

Red Bull X-Alps kommt ins Achental - Für die Region ein „Herzenswunsch“, der in Erfüllung geht

Die Red Bull x-Alps beschlossen Marquartstein/Achental als offiziellen Turn-Point. Für die Region eine große Ehre.
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Die Red Bull x-Alps beschlossen Marquartstein/Achental als offiziellen Turn-Point. Für die Region eine große Ehre.

Einmal quer über die Alpen heißt es für 33 Athleten aus der ganzen Welt. Denn ab 20. Juni starten wieder die Red Bull X-Alps, bei dem Extremsportler zu Fuß und mit dem Paragleiter um die Wette fliegen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Marquartstein/Unterwössen - Es gilt als das härteste Abenteuerrennen der Welt, hat den Status einer inoffiziellen Weltmeisterschaft und wird alle zwei Jahre ausgetragen: die Red Bull X-Alps bringen Extremsportler an die körperlichen und mentalen Grenzen.

Bei dem spektakulären Hike-and- Fly-Rennen gehen in diesem Jahr 33 Teilnehmer aus aller Welt an den Start. Ihre Aufgabe: die Strecke entlang der Turnpoints quer durch die Alpen in kürzester Zeit zu bewältigen. Und zwar ausschließlich zu Fuß oder mit dem Gleitschirm. Erstmals werden die Weltklasseathleten aus 17 Nationen bei ihrem Kopf-an-Kopf-Rennen quer über die Alpen für einen offiziellen Turnpoint im Achental Halt machen, um Kräfte für die über 1100 Kilometer lange Strecke zu tanken.

Zwischenstopp: Marquartstein

Die zehnte Edition startet am 20. Juni 2021 in Salzburg – die exakte Streckenführung führt durch verschiedene Länder entlang einer noch geheimen Anzahl an Turnpoints und wird am 16. März, 10.30 Uhr bekannt gegeben. Allerdings ist der einzige verpflichtende Zwischenstopp in Deutschland bereits fixiert: Marquartstein im Achental ist offizieller Turnpoint „Chiemgau-Achental“ - hier wechseln die Sportler die Richtung.

Zu Fuß oder mit dem Paragleiter - Hauptsache so schnell wie möglich

Wie die Athleten zum nächsten Wendepunkt gelangen, ist ihnen überlassen – sie können die Route frei wählen. Es gilt, die schnellste Streckenvariante per Paragleiter oder im Laufschritt zu finden. Motto: je günstiger der Wind, umso schneller geht es voran. Um ihr Ziel zu erreichen, müssen die Athleten Europas höchste Gebirgszüge zwischen dem nördlichen und südlichen Alpenrand mehrmals überqueren und pro Tag 100 km und mehr bewältigen.

2019 gewann der Schweizer Christian Maurer das Rennen zum sechsten Mal in Folge. Auf der von ihm gewählten Strecke von 1979 Kilometern legte der Ausnahmeathlet 1559 Kilometer oder 79 Prozent mit dem Gleitschirm zurück und benötigte bis nach Monaco insgesamt neun Tage, drei Stunden und sechs Minuten.

Regeln wie das Passieren der Turnpoints oder die Einhaltung der Ruhepause von 22.30 bis 5.00 Uhr sind festgelegt. Allerdings ist das Wetter bei dem Rennen die große Unbekannte. Wind, Regen und Kälte fordern Nervenstärke und Physis der Athleten. Kaum ein anderes Rennen fordert ein ähnlich hohes Maß an Fitness und mentaler Stärke. Und es ist ungewiss, ob jeder Teilnehmer das Ziel überhaupt erreicht.

Teamarbeit ist gefragt

Auch wann die Sportler in Marquartstein eintreffen, lässt sich vorab nicht auf die Stunde festlegen. Die Athleten sind bei ihrer Mission übrigens nicht komplett auf sich allein gestellt; jeder hat einen persönlichen Supporter, der mit strategischer und medizinischer Unterstützung sowie mit individueller Ernährungsberatung verlässlich zur Seite steht.

Nach Angaben des Veranstalters sind die Red Bull X-Alps 2021 eines der stärksten in der Geschichte des Hike-und Fly-Rennens. Mit dem Mix aus erfahrenen Veteranen und den sogenannten Rookies, die zum ersten Mal dabei sind, sei die Auswahl für das härteste Abenteuerrennen der Welt spannender denn je.

Herzenswunsch geht in Erfüllung

Das gesamte Starterfeld kommt aus nah und fern, inklusive Ländern wie Brasilien, Japan und Russland. Aus Deutschland sind die beiden Veteranen Manuel Nübel und Markus Anders sowie Michael Lacher als Rookie am Start. Aschau im Chiemgau war bislang drei Mal einziger Turnpoint in Deutschland auf der europaweiten Route. Jetzt hat sich die Wirtschaftsregion Chiemgau mit Marquartstein im Achental diese Ehre gesichert.

Arne Wehrlin, Mitgründer der Skywalk GmbH & Co.KG: „Das gerade in diesem Jahr zu unserem 20-Jährigen Firmenjubiläum der Standort unseres Unternehmens bei diesem einzigartigen Race als offizieller Turnpoint ausgewählt worden ist und somit im Fokus aller steht, die sich unserem Sport verschrieben haben, ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk.

Die Wahl für Marquartstein ist schon immer ein Herzenswunsch und nun auch eine Würdigung unserer jahrelangen Verdienste um den Gleitschirm-Sport für uns selbst und unsere Mitarbeiter. Wir freuen uns umso mehr auf dieses Event.“ Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung für den Landkreis Traunstein: „Wir sind sehr stolz darauf, eine international viel beachtete Sportveranstaltung der Extraklasse zu uns zu holen.

Stolz sind wir allerdings auch auf die Unternehmen des Wirtschaftsstandortes Chiemgau wie die Skywalk GmbH & Co.KG in Marquartstein, die Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte schaffen und als Visitenkarte für Innovation und „german engineering“ stehen.“

Achental als Top-Adresse für Paragleiter

Das Achental gilt mit seinen attraktiven Startplätzen unter Gleitschirmfliegern als eine der ersten Adressen für ihren Sport. Durch die Red Bull X-Alps werden einer breiten Öffentlichkeit in Europa und darüber hinaus die zahlreichen Möglichkeiten aufgezeigt, die sich Gleitschirmfliegern im Achental und dem gesamten Chiemgau bieten.

Andreas Scheck, Bürgermeister von Marquartstein und Vorsitzender des Verwaltungsrates des Achental Tourismus erklärt: „Als begeisterter Gleitschirmflieger ist es mir ein besonderes Vergnügen und eine Ehre zugleich, 33 Ausnahmesportler und ihre Supporter bei uns in Empfang nehmen zu dürfen. Unser Tal ist dem Gleitschirm-Sport eng verbunden und wir sind sehr glücklich, als Destination an diesem Rennen beteiligt zu sein.“

In der Zeit um den Turnpoint plant der Achental Tourismus in Marquartstein gemeinsam mit der Skywalk GmbH & Co.KG und Salewa ein Programm für die Teams und Besucher der Veranstaltung. Die Zuschauer können die Sportler begrüßen und vor Ort den weiteren Rennverlauf verfolgen.

„Mit dieser großartigen Veranstaltung werden wir weit über die Grenzen des Freistaates Aufmerksamkeit für das Achental generieren und die Ausnahmesportler – sofern es die Umstände zulassen - mit einem Fest für Einheimische und Gäste ehren“, kündigte Elisabeth Keihl, Vorstand Achental Tourismus, an.

Pressemitteilung Achental Tourismus gKU

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