Pressemitteilung Bergwacht Marquartstein

Jahreshauptversammlung 2020 der Bergwacht Marquartstein

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Von links nach rechts: Holger Malcherek, 2. Bereitschaftsleiter / Jürgen Triebler / Sepp Auer, 1. Bereitschaftsleiter

Marquartstein - Zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Bergwachtheim dankte Bereitschaftsleiter Sepp Auer dem Ausbildungsteam und allen Bergwachtmännern für die im Jahr 2019 geleistete Arbeit.

Besonders geehrt wurde Jürgen Triebler für seine 25-jährige aktive Bergwachttätigkeit. Eine Gedenkminute galt den verstorbenen Bereitschaftsmitgliedern und Bergwachtangehörigen sowie den im Dienstgebiet tödlich Verunglückten. Zweiundzwanzig Einsätze hatte die Bereitschaft im vergangenen Jahr zu leisten. Die Einsätze waren unterschiedlichster Art. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Einsätze im Januar: Angesichts der extremen Lawinengefahr musste die Ortschaft Raiten evakuiert werden und im Achental wurde - teils mit Seilsicherung - eine Reihe von Dächern von den darauf lastenden Schneemassen befreit. Und schließlich die Suche nach einer 23-jährigen Urlauberin, die dann - abgestürzt am Hochlerch - leider nur noch tot geborgen werden konnte.


Auch eine Reihe von Veranstaltungen wurde von den Marquartsteinern betreut, darunter die Clubmeisterschaft des SV Unterwössen und des ASV Oberwössen, das Skirennen Jochberggams am Rechenberg, der Trailrun in Marquartstein, der Hochgernlauf und das Musical "Der Watzmann ruft", das auf Agersgschwendt aufgeführt wurde. Zur Bereitschaft Marquartstein gehören zur Zeit 28 aktive Bergwachtmänner, vier nichtaktive Mitglieder und fünf Anwärter und Anwärterinnen. Sepp Auer dankte auch den Marquartsteiner Einsatzkräften, die zusätzlich in Spezialeinheiten engagiert sind und dabei für den ganzen Chiemgau zur Verfügung stehen. Das sind drei Hundeführer, zwei Höhlenretter, ein Canyoning-Retter und zwei Technikteam-Mitglieder. Sechs bestellte Einsatzleiter der Bereitschaft leisten im Wechsel mit Einsatzleitern der anderen vier Bereitschaften den Einsatzleitdienst im Achental. 15 Einsatzkräfte tragen Funkmeldeempfänger und können so täglich rund um die Uhr von der Integrierten Leitstelle Traunstein alarmiert werden.

Die obligate Kassenprüfung entlastete Kassier Thomas Mayr und auch die Bereitschaftsleitung wurde entlastet. Ausbildungsleiter Christian Auer berichtete über 20 Ausbildungseinheiten. Darunter waren neun Medizinausbildungen, fünf praxisnahe Einsatzübungen im Gelände, eine Einsatzübung am Hochgern und eine gemeinschaftliche Einsatzübung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen. Ein Großteil der Einsatzkräfte wurde in Bad Tölz im Trainingszentrum der Bergwacht für den Ernstfall geschult und mehrere Bergwachtmänner nahmen an Hubschrauberübungen teil. Die Anwärterausbildung erfolgte bereitschaftsübergreifend im Einsatzleitbereich. Eine Skitour auf den Hohen Göll und eine Klettertour auf das Tuxeck im Wilden Kaiser ergänzten die Ausbildung. Im Bereich Naturschutz gab es zwei Naturschutzausbildungen sowie eine Reihe Naturschutzstreifen und Arbeitsdienste wie zum Beispiel die Wegsanierung nahe der Grundbachalm zu verzeichnen.


Die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte konnte aktualisiert werden und für verschiedene denkbare Einsatzszenarien wurden eine Lichtanlage, ein Generator und ein Zelt erworben. Diese Beschaffungen und die Instandhaltung von Material und Fahrzeugen wäre allein aus staatlichen oder eigenen Mitteln nicht möglich. Deshalb dankte Sepp Auer den mittlerweile 100 Fördermitgliedern und Spendern, mit deren Unterstützung das hochwertige Equipment immer aktuell gehalten werden könne.

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