Neuerungen und Neuwahlen

Gemeinschaftsjagd Marquartstein-Unterwössen

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Unser Foto zeigt den scheidenden Jagdpächter Josef Kurz-Hörterer (Mitte) und den neuen Pächter Johannes Höglauer, neben dem ebenfalls sich aus dem Amt verabschiedenden Jagdvorsteher Josef Schuhbeck.

Marquartstein - Neuwahlen standen im Mittelpunkt der sehr gut besuchten Versammlung der Hochwild- Gemeinschaftsjagd Marquartstein - Unterwössen im Hotel Weßner Hof.

Neuer Jagdvorsteher ist Andreas Strobl, der nach 15 Jahren im Amt Josef Schuhbeck ablöste. Unter der Wahlleitung von Anton Greimel wurde als stellvertretender Jagdvorsteher Ulli Scheck bestätigt. Neuer Schriftführer ist Andreas Dögerl, nachdem Ulrich von Ribaupierre nach 52 Jahren dauerndem Engagement für die Gemeinschaftsjagd nicht mehr zur Wahl antrat. Als Kassier wurde Anton Drexl wiedergewählt, ebenso als Beisitzer Simon Ager junior. Als Beisitzer neu gewählt wurde Martin Troger, da Sebastian Rappl nach 45 Jahren im Amt nicht mehr kandidierte. Mit herzlichen Worten und großen Geschenkkörben dankte der neu gewählte Jagdvorsteher Andreas Strobl seinem Vorgänger Josef Schuhbeck, ebenso dem scheidenden Schriftführer Ulrich von Ribaupierre sowie Sebastian Rappl für die Jahrzehnte lang geleistete Arbeit für die Gemeinschaftsjagd.


Wie berichtet, wurde zum neuen Jagdpächter Johannes Höglauer aus Unterwössen gewählt der Josef Kurz-Hörterer (Schmiedhauser-Bauer aus Kruchenhausen, Unterwössen) ablöste. Der hatte die 1100 Hektar große Jagd, davon 750 Hektar bejagbar, 30 Jahre lang gepachtet.

Wie Kassier Anton Drexl berichtete, gab es in den vergangenen Monaten durch die Digitalisierung erhebliche Schwierigkeiten mit der genauen Erhebung der verpachteten Flächen. Da sie trotz Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband bis jetzt noch nicht vollständig ausgeräumt sind, konnte der Jagdschilling diesmal noch nicht, wie sonst üblich, bei der Jahresversammlung, ausgezahlt werden. Drexl versprach, das werde sobald als irgend möglich nachgeholt. In der Gemeinschaftsjagd gibt es 505 Mitglieder, 161 davon Jagdschilling Berechtigte. Nach dem Kassenprüfungsbericht durch Hubert Hell, der die Kasse zusammen mit Sepp Hinterholzer geprüft hatte, wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.


Rotwildabschuss nicht erfüllt

Jagdvorsteher Sepp Schuhbeck sagte, dass sich an den Abschusszahlen nichts geändert habe. Vier Stück Rotwild im Jagdrevier, dazu drei Stück Rotwild und zwei Gämsen auf der Pachtfläche des Forstbetriebs seien gleich geblieben.Der Rotwildabschuss habe in diesem Jahr aus mehreren Gründen nicht erfüllt werden können. Da es viel zu wenig Schnee gab, kam das Wild kaum in die Tallagen, außerdem seien Spaziergänger mit Hunden und Freizeitsportarten im Wald zu allen Tages- und Nachtzeiten ein großes Problem. Beim Rehwild, von dem innerhalb von drei Jahren 60 Stück geschossen werden müssen, konnten heuer 20 erlegt werden. Außerdem fielen einige dem Straßenverkehr zum Opfer.

Für wichtig hielt Schuhbeck die erhöhte Fuchsjagd. Es seien in der letzten Saison einige Füchse geschossen worden, darunter wieder einige mit Räude. Zum erhöhten Verbiss im Ortsteil Donau, Marquartstein, sagte der Jagdvorsteher, dass der Jagddruck erheblich erhöht worden sei. Aber erst in einigen Jahren könne man feststellen, ob der Jagddruck in Bezug auf die Naturverjüngung erfolgreich gewesen sei.

In seinem Bericht über das abgelaufene Jagdjahr bestätigte der bisherige Jagdpächter Josef Kurz-Hörterer, dass 20 Rehe geschossen worden seien, ein Stück Rotwild und eine Gams, dazu sieben Füchse und zwei Dachse, einige seien außerdem überfahren worden. Außerdem gibt es nach den Worten des scheidenden Jagdpächters außerordentlich viele Krähen, die allerdings nur sehr schwer zu bejagen sind.

Christiane Giesen

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