Emotionaler Aufruf für Mädchen aus Marquartstein

Kann Petition Malena (5) vor Rückführung nach Hongkong retten?

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Die kleine Malena (5) soll zu ihrem Vater nach Hongkong rückgeführt werden. Ihre Mutter Tanja G. ist völlig verzweifelt.

Marquartstein - Die kleine Malena (5) soll zu ihrem Vater nach Hongkong rückgeführt werden. Der Sorgerechtsstreit zwischen Kenny C. und Mutter Tanja G. sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen. Wie geht es jetzt in diesem Fall weiter?

Freunde und Bekannte von Malena und ihrer Mama Tanja wollen nicht aufgeben. Auf change.org wurde jetzt eine Petition ins Leben gerufen. Über 35.000 Menschen (Stand: Dienstag, 12. November, 13 Uhr) haben dort bereits für einen Verbleib von Malena bei ihrer Mutter in Oberbayern unterzeichnet. Gerichtet ist die Petition an Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). chiemgau24.de hatte über den Fall bereits berichtet.


"Die Angst, ihre Tochter in Hongkong zu verlieren und nie wieder zu sehen, lässt Tanja verzweifeln. (...) Sie verfügt weder über eine Aufenthalts- noch eine Arbeitsgenehmigung in Hongkong. Sie soll von Hongkong aus nach Deutschland zur Arbeit reisen und - wenn das nicht möglich ist - ihre Tochter alleine dort lassen – so steht es im Beschluss des Oberlandesgerichtes (OLG) München", heißt es in der Begründung der Petition unter anderem.

Weiter steht dort: "Tanja ist eine starke Frau, jedoch mittlerweile nervlich am Ende. Sie macht sich große Sorgen um ihre Tochter: Malena hat stark Asthma, das Klima in Hongkong ist schädlich für ihre Krankheit." Psychisch sei Malena bereits so stark mitgenommen, dass ihr diese einschneidende Veränderung nicht zuzumuten sei. Über ihr Asthma und auch die psychische Lage gäbe es ärztliche Gutachten, die alle vom OLG München ignoriert worden seien. "Ihre Mutter versucht möglichst alle Sorgen von Malena fern zu halten. Trotzdem hat sich Malena bereits stark verändert. Sie hat Verlustängste, wacht nachts oft auf, träumt, dass ihre Mama weg ist und weint sehr viel", sagen die Initiatoren der Petition.


Wie geht es nun weiter?

Das ist auf lange Sicht völlig unklar. Nach Informationen von chiemgau24.de hätte Malena eigentlich bis zum 8. November nach Hongkong reisen sollen. Offenbar sind Mutter und Kind dem Gerichtsbeschluss jedoch erst am Montag, 11. November, nachgekommen. Drei Monate will Tanja dann bei ihrer Tochter bleiben, länger darf sie sich nicht in der chinesischen Sonderverwaltungszone aufhalten. Weiterführende Informationen aus erster Hand zu erhalten, gestaltet sich schwierig, da die Mutter Exklusivverträge mit anderen Medien besitzt und sich deswegen chiemgau24.de gegenüber nicht öffentlich äußern wollte. Inzwischen gab es in Marquartstein auch schon eine Spendenaktion für Malena und ihre Mutter Tanja.

Zudem liegt auch noch keine Antwort auf die Anfrage von chiemgau24.de an Vater Kenny C. vor. Er hatte die Rückführung und das alleinige Sorgerecht vor einem Gericht in Hongkong beantragt und in Deutschland schließlich in zweiter Instanz, vor dem OLG München - das sich nicht öffentlich äußern wollte - Recht bekommen.

Deswegen endet der Aufruf zur Petition auch mit einem flammenden Appell: "Hier wird das Wohl eines Kindes mit Füßen getreten und deshalb appellieren wir an die Entscheidungsträger, Malena den ihr zustehenden Schutz zu gewähren."

mw

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