Technischer Defekt sorgt für große Aufregung

Durchsage am Landschulheim Marquartstein: Gewalttäter auf Gelände

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Marquartstein - Am Dienstag herrschte am Staatlichen Landschulheim Marquartstein große Aufregung . Es hat einen Terroralarm gegeben.

"Im Landschulheim Marquartstein gab es heute einen Terroralarm", schrieb uns am Dienstag, 9. April, ein Leser. "Laut Aussagen der Schüler, war es das totale Chaos. Weder Lehrer noch Schüler wussten was zu tun ist. Viele Kinder waren in Panik." 

Die Polizei Grassau teilte auf Nachfrage von chiemgau24.de mit, dass es sich um einen technischen Fehlalarm gehandelt habe, über den die Beamten kurz nach dem Alarm per Telefon informiert wurden. Deshalb gebe es von Seiten der Polizei auch keine weiteren Ermittlungsansätze. Da es letztendlich zu keinem Einsatz kam, wurde auf eine Pressemeldung verzichtet. 

Laut Aussagen von vor Ort seien über die Lautsprecher im Schulgebäude Verhaltensanweisungen für Schüler und Lehrer zu hören gewesen. 

"Alle blieben ruhig"

Die stellvertretende Schulleiterin Katharina Bachmann bestätigte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es aufgrund einer technischen Fehlfunktion der Lautsprecheranlage eine Durchsage gab, dass sich ein Gewalttäter auf dem Gelände befinde. "Die Lehrer und Schüler haben daraufhin sofort und richtig reagiert, indem alle ruhig blieben, und sich in den Zimmern einschlossen. Sobald klar war, dass es sich um einen technischen Defekt und keinen echten Alarm handelte, wurde sofort Entwarnung gegeben. "Im Anschluss habe eine kurze Schulversammlung stattgefunden, in der alle Mitglieder der Schulfamilie über die Hintergründe des Fehlalarms und das weitere Vorgehen informiert wurden. 

"Die Polizei wurde kurz nach dem Fehlalarm benachrichtigt und kam zeitnah zu einer Nachbesprechung des Vorfalls. Gemäß der schulinternen Richtlinien wurde das Kriseninterventionsteam einberufen und sinnvolle Maßnahmen zur Aufarbeitung des Vorfalls wurden besprochen und sofort umgesetzt", so die stellvertretende Schulleiterin weiter. Am Mittwoch bestehe zudem für Schüler und Kollegen die Möglichkeit, mit externen Traumaexperten den Vorfall im Gespräch noch einmal aufzuarbeiten. Die Eltern wurden noch im Lauf des Vormittags durch einen Elternbrief über den Fehlalarm informiert. Sie selber sei sehr stolz darauf, wie geordnet das alles ablief, "aber natürlich kann die ganze Situation von einigen als chaotisch wahrgenommen worden sein, das ist ja ein einschneidendes Erlebnis für die Schüler."

Ähnlicher Fall in Holzkirchen

Am 16. März. 2017 ereignete sich in Holzkirchen ein ähnlicher Fall - wenngleich das Ausmaß deutlich größer war. Damals wurde in der Fach- und Berufsoberschule in Holzkirchen der Amok-Alarm ausgelöst. Spezialeinsatzkräfte der Polizei umstellten das Gebäude und durchsuchten die Schule. Wenig später konnte die Polizei allerdings Entwarnung geben. Eine Gefahr für Schüler und Lehrer bestand zu keinem Zeitpunkt. Möglicherweise war auch hier ein technischer Defekt für die Aufregung verantwortlich. 

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