Im Zeitraum von Montag auf Dienstag

Viel zu tun für Bergwacht Marquartstein - Drei Einsätze innerhalb von 24 Stunden 

Marquartstein - Dreimal innerhalb von 24 Stunden wurde die Bergwacht Marquartstein am Montag und Dienstag (23. Juni) alarmiert.

Die Pressmeldung im Wortlaut:


Ein trauriges Ende genommen hatte der erste Einsatz. Bergwanderer hatten am Aiplbach, zwischen Staudach und Staudacher Alm ein eingeklemmtes Tier bemerkt und den Notruf gewählt. Der vermeintliche Geißbock entpuppte sich als Gams, die vermutlich abgestürzt war und daher nicht mehr fähig war sich weiterzubewegen. Der zuständige Förster wurde informiert, und setzte schließlich dem Leiden ein Ende.


Zwei Stunden später mussten ein 79-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein mit starken Schmerzen von der Staudacher Alm ins Tal gebracht werden. Dort wurde er dem Land-Rettungsdienst übergeben! Die Einsätze im Bereich der Staudacher Alm sind immer sehr zeitaufwendig, da die Anfahrt über 10 Kilometer Forstweg verläuft! Bei beiden Einsätzen waren jeweils vier Bergwachtler gefordert! Am Dienstag Nachmittag ging über eine Notruf-Leitzelle in Berlin (SOS Notruf App) eine Meldung über einen verstiegenen Bergsteiger zwischen Oberwössen und Hutzen-Alm ein!

Dank der sehr genauen GPS-Daten war der Bereich gut einzugrenzen, dennoch dauerte es beinahe 2 Stunden die Bergretter über einige sehr steile Abbrüche abseits jedes Bergsteiges den unverletzt Fern-Wanderer aus Norddeutschland auffinden konnten! Mit einer Seilsicherung wurden der Mann aus dem rutschigen, felsdurchsetztem, steilen Waldgelände herausgeführt und ins Tal begleitet!

Nach drei Stunden war der Einsatz für vier Bergwachtmänner und zwei Bergwachtfrauen beendet! In unserem Handy-Zeitalter gibt es viele Apps, wo man diverse gute und weniger gute Wege und Steige finden kann, jedoch sollte man nicht immer blind darauf vertrauen und vor allem früh genug den Weg zurück antreten, bevor es wie in diesem Fall in lebensgefährlichem Steilgelände endet.

Pressemeldung Bergwacht Marquartstein

Rubriklistenbild: © Bergwacht Marquartstein

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