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Start der Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2024

Marquartstein: Voruntersuchungen für neuen Hochwasserschutz beginnen am 18. November

Unimog für Baugrunderkundungen: Mit einem speziell ausgestattetem Unimog werden im Umkreis des geplanten Hochwasserschutzes Bohrungen bis zu einer Tiefe von zehn Metern vorangetrieben. Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein.
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Unimog für Baugrunderkundungen: Mit einem speziell ausgestattetem Unimog werden im Umkreis des geplanten Hochwasserschutzes Bohrungen bis zu einer Tiefe von zehn Metern vorangetrieben. Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein.

Wasserwirtschaftsamt Traunstein lässt Boden nahe der Talstation zur Hochplatte erkunden – Großes Rückhaltebecken geplant.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Marquartstein - Wer rund um die Talstation der Seilbahn zur Hochplatte wandert, kennt den Tennbodenbach. Ein Wildbach, der leise vor sich hin fließt. Der aber gefährlich werden kann, vor allem für die Menschen, die in Niedernfels und Piesenhausen wohnen. Die beiden Ortsteile der Gemeinde Marquartstein wären besonders betroffen, wenn starke Regenfälle zu Hochwasser oder im Extremfall zu Murabgängen im Bach führten. Um Leib und Leben besser zu schützen und hohe Sachschäden zu vermeiden, plant das Wasserwirtschaftsamt Traunstein auf Höhe der Talstation den Bau eines umfangreichen Hochwasserschutzes. Als sein Herzstück wird ein großes Geschiebe- und Wildholz-Rückhaltebecken entstehen, das dem bestehenden Becken vorgeschaltet wird. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Ende 2024. Seit heute (DONNERSTAG,18. NOVEMBER) laufen erste Voruntersuchungen.

Die neue Anlage entsteht im Wald gegenüber dem Parkplatz an der Talstation. Dort, wo das Rückhaltebecken liegen wird, haben jetzt Baugrunderkundungen begonnen. Mitarbeiter eines Ingenieurbüros sollen im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes klären, wie der Boden in diesem Bereich beschaffen ist. Dazu finden in den kommenden Wochen an rund 20 Stellen Bohrungen, Sondierungen und Schürfe statt. Die Ergebnisse werden ausgewertet und in einem geotechnischen Bericht zusammengestellt, der dann Handlungsempfehlungen für die weitere Planung gibt. Mit dem Bericht ist bis Februar kommenden Jahres zu rechnen. Einen entsprechenden Bauentwurf für das Vorhaben will die Traunsteiner Behörde dann bis Mitte 2022 erarbeiten. Im Anschluss beginnt die haushaltsrechtliche Genehmigung und im Anschlussdanach das öffentlich- rechtliche Planfeststellungsverfahren. Der Baubeginn hängt maßgeblich von der Verfahrensdauer ab. Die Behörde hält einen Baubeginn zum Jahreswechsel 2024/2025 für möglich.

Rückhaltebecken fängt Geröll und Schwemmholz auf

Bisher sehen die Planungen folgende Schritte vor: Unterhalb der bereits vorhandenen und im Jahr 2017 sanierten Wildbachsperre wird der Tennbodenbach in ein neues Bachbett geführt. In ihm entstehen fünf neue Querbauwerke und damit ein erstes Bollwerk. Geröll und Totholz sollen über dieses Bachbett in das neue, große Rückhaltebecken transportiert und dort aufgefangen werden. Das Becken wird bis zu sechs Meter tief und mit einem Volumen von rund 15.000 Kubikmetern angelegt. Als zusätzliche Hürde wird es außerdem ein Auslaufbauwerk samt Rechen erhalten. Ziel ist, dass sich in diesem Becken die gesamten Geschiebe- und Schwemmholzmengen sammeln, so dass am Ende lediglich Wasser in das nachfolgende, alte Rückhaltebecken fließt, das hinter dem Trinkwasser-Hochbehälter der Gemeinde liegt.

Ein sogenannter Ablenkdamm komplettiert schließlich den geplanten Hochwasserschutz. Der Damm aus Wasserbausteinen wird parallel zum Tennbodenbach verlaufen, in Fließrichtung rechts. Seine Aufgabe ist es, das Areal Richtung Seilbahn und Parkplatz im Extremfall auch vor einem Murgang zu schützen. Auf Grund des geplanten Umbaus muss auch die bestehende Wanderwegbrücke am Parkplatz der Talstation abgerissen werden. Die neue, stabilere Querung über den Bach entsteht dann zwischen den neuen Querbauwerken.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

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