Zwei Rodelunfälle am Samstag bei Marquartstein

Rodler aus Landkreis Rosenheim (38) erfasst Freilassingerin (20) mit Schlitten - schwer verletzt

Die Bergwacht Marquartstein weist in diesem Zusammenhang auf die oft gefährlichen Rodelbedingungen hin und bittet alle Rodler, die erforderliche Vorsicht walten zu lassen und in angemessenen Tempo zu fahren.
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Die Bergwacht Marquartstein weist in diesem Zusammenhang auf die oft gefährlichen Rodelbedingungen hin und bittet alle Rodler, die erforderliche Vorsicht walten zu lassen und in angemessenen Tempo zu fahren.

Marquartstein - Die großen Besucherströme im Achental machen sich leider auch in der Unfallstatistik am Berg bemerkbar. Gleich zu zwei Rodelunfällen wurde die Bergwacht Marquartstein am Samstag, 9. Januar, alarmiert.

Update, 12.25 Uhr - Pressemitteilung der Polizei:

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Bei einem Rodelunfall am Hochgern wurde am Samstagvormittag, 9. Januar, eine junge Frau schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr, als drei Freundinnen aus Freilassing die Forststraße zur Agergschwendalm hoch gingen. Diese Straße wird gerne zum Rodeln hergenommen, auch die drei Damen hatten Zipfelbobs dabei, mit denen sie nach dem Anstieg wieder talwärts rodeln wollten.

Kurz vor der Agergschwendalm kam ihnen ein 38-jähriger Mann aus dem Landkreis Rosenheim auf seinem Schlitten entgegen. Die drei Frauen, die nebeneinander gingen, versuchten zur Seite auszuweichen und der Rodler versuchte zu bremsen. Trotzdem kollidierte er mit der 20-jährigen Frau, die in der Mitte ging. Die Frau wurde durch den Schlitten ausgehebelt und landete auf der harten Schneefahrbahn. Hierbei zog sie sich eine Gehirnerschütterung und mehrere Prellungen zu. Die verständigte Bergwacht Marquartstein, die mit etwa zehn Mann im Einsatz war, brachte die Frau zu Tal, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde. Gegen den Rodler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Pressemitteilung Polizei Grassau

Die Erstmeldung:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Marquartstein/ Oberwössen - Am Vormittag war unterhalb von Agersgschwendt ein Rodler mit einer im Aufstieg befindlichen jungen Frau kollidiert. Diese verletzte sich bei dem Unfall schwer. Ein Bergwacht-Notarzt, der gerade auf dem Weg zum Hochgern-Vorsorgedienst in der Nähe von Agersgschwendt war, konnte die Erstversorgung übernehmen. Der bereits von der Integrierten Leitstelle angeforderte Christoph 14 wurde daher nicht mehr benötigt. Die Patientin wurde mit dem Rettungsfahrzeug anschließend ins Tal gebracht und dem Rettungsdienst übergeben .

Der zweite Rodelunfall ereignete sich am späten Nachmittag auf dem Weg zur Feldlahn-Alm oberhalb von Oberwössen. Eine Rodlerin war vom Weg abgekommen und in den Wald gestürzt und hatte sich schwerste Beinverletzungen zugezogen. Ein Bergwacht-Notarzt und der Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 14 waren schnell vor Ort. Sie kümmerten sich zusammen mit den Bergwachtlern um den Wärmeerhalt und die medizinische Versorgung. 

Mit Hilfe einer geeigneten Trage wurde die Schwerverletzte anschließend in ein Vakuumbett und den Bergesack umgelagert und zum Rettungsfahrzeug getragen. Im Tal wurde die Patientin den Rettungskräften des wartenden Christoph 14 übergeben.

Die Bergwacht Marquartstein weist in diesem Zusammenhang auf die oft gefährlichen Rodelbedingungen hin und bittet alle Rodler, die erforderliche Vorsicht walten zu lassen und in angemessenen Tempo zu fahren.

Die teilweise sehr eisigen Forstwege, wenig Schnee und große Mengen an Rodlern und Fußgängern, haben ein großes Gefahrenpotential.

Pressemeldung Bergwacht Marquartstein

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