Strahler, Leuchten und Farbeffekte

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Blick von der alten Achenbrücke auf die Uferwege, die in Teilbereichen neu gestaltet und nachts beleuchtet werden sollen.

Marquartstein - Der Uferbereich an der Tiroler Ache zwischen der alten Brücke und der neuen Fuß- und Radwegbrücke, die im Oktober fertig sein soll, soll neu gestaltet werden.

Durch bessere Zugangsmöglichkeiten zum Fluss, verschiedene natürliche Sitzmöglichkeiten an der Ache, Flussbausteine und größere Findlinge soll der Erlebniswert des Flusses für die Spaziergänger erhöht werden. Mit den Bauarbeiten dafür soll in enger Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein erst nach dem Bau der neuen Brücke begonnen werden, wenn der Wasserstand der Tiroler Ache niedrig ist. Zu den Plänen von Wolfgang Schuardt aus Traunstein gehört auch eine neue Beleuchtung.

Das genaue Beleuchtungskonzept für die Uferwege, ausgearbeitet von der Firma Siteco, stellte Geschäftsleiter Florian Stephan dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor. Insgesamt sind 40 Beleuchtungskörper in unregelmäßigen Abständen am Ost- und Westufer der Achen geplant. Einerseits soll die Beleuchtung am Uferweg in der Nacht für Sicherheit sorgen, andererseits sollen interessante Lichteffekte den Weg erlebnisreich gestalten. Leuchten können nur hinter dem Damm auf der West- und Ostseite angebracht werden. Auf unterschiedlich hohen Pollern und Stelen soll eine dezente Beleuchtung nach hinten so abgeschirmt werden, dass die unmittelbar dahinter liegenden Wohnhäuser im Dunkeln bleiben.

Die Planung sieht vor, oben auf der Dammmauer kleine Strahler anzubringen, ebenfalls nach hinten abgeschirmt, wobei die Vorsprünge der Mauer hervorgehoben werden sollen. Im mittleren Teilbereich der Mauer sind nach dem Beleuchtungskonzept auf einer Länge von etwa 30 Metern wechselnde bunte Farbeffekte vorgesehen, die über einen bestimmten Zeitraum hinweg eingeschaltet werden können. Vorgeschlagen wurden auch, verschiedene Objekte in den Bäumen, wie Kreise, Vierecke, Sterne oder eine Sonne anzubringen und farbig zu beleuchten. Die Strahler dafür können auf Masten hinter der Deichsperre positioniert werden.

Weiter ist es geplant, die nördlichen Pfeiler der Alten Brücke akzentuiert durch Strahler zu beleuchten, um so auch den Erlebnispfad optisch einzugrenzen. Eine neue Fahrbahnbeleuchtung auf der alten Brücke ist nicht geplant. Die Treppe zum Uferweg von der Alten Brücke aus ist derzeit völlig unbeleuchtet. Auch sie soll aus Sicherheitsgründen mit zwei Strahlern beleuchtet werden.

Alle Beleuchtungskörper sind mit LED-Technik geplant, so dass insgesamt nur rund 1500 Watt Strom pro Stunde gebraucht würden, informierte Bürgermeister Andreas Dögerl. Die Kosten für die neue Beleuchtung an den Uferwegen belaufen sich auf insgesamt 80.000 Euro ohne die Beleuchtung für die neue Fuß- und Radwegbrücke. Wie die Neugestaltung des Uferbereichs kann auch die Beleuchtung mit maximal 60 Prozent durch die Städtebauförderung bezuschusst werden. Der Gemeinderat beschloss das Beleuchtungskonzept mit einer Gegenstimme. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass die Verwaltung die Bezuschussung beantragen kann. Erst wenn der Förderantrag bewilligt ist, kann möglicherweise im Dezember, wo der Wasserstand der Tiroler Achen am niedrigsten ist, mit den Bauarbeiten am Fluss begonnen werden. Die neue Ufergestaltung könnte dann im nächsten Frühjahr fertig sein.

gi/Chiemgau-Zeitung

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