Winklmoosalm: Neue Gaststätte geplant

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Reit im Winkl - Eine neue Berggaststätte im Skigebiet Winklmoosalm planen die Gebrüder Josef und Hans Höflinger. Die beiden betreiben die Lifte am Scheibelberg und wollen dort das Gasthaus bauen.

Im Rathaus in Reit im Winkl stoßen sie mit ihrem Vorhaben auf offene Ohren. Einstimmig hat der Gemeinderat im Rahmen einer Bauvoranfrage in Aussicht gestellt, das Projekt zu befürworten.

Am Fuße des Scheibelbergs, für alle drei dort befindlichen Lifte gut erreichbar, soll nach Antrag der Brüder Höflinger eine Berggaststätte entstehen. 170 Sitzplätze sind veranschlagt. Das gesamte Gebäude besteht aus einem Haupthaus, das im "Tiroler Stil" erbaut werden soll, einem Querbau und einem Nebenhaus, das modern gestaltet sein soll. Nach ersten Schätzungen wird diese Berggaststätte rund 1,3 Millionen Euro kosten, wie Josef Höflinger am Tag nach der Sitzung auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung erklärte. "Wir müssen den Wintersportgästen, gerade den Familien, dort unbedingt mehr Komfort bieten", so Höflinger, in diesem Skigebiet fehlten beispielsweise sanitäre Anlagen. Ein Beherbergung soll aber auch die Kinderskischule erhalten, besonders die benachbarte Rossalm gilt bei Skischulen als beliebter Übungshang. "Bei voller Auslastung transportieren wir mit unseren vier Liften 5800 Wintersportler stündlich", sagt der 66-jährige Liftbetreiber und auch, dass er bereits von der Grundstücksbesitzerin, der Almgenossenschaft Winklmoos die schriftlich Zustimmung zu diesem Bauprojekt habe.

Ob und wie nun das Bauvorhaben genehmigungsfähig sei, damit beschäftigt sich seit März diesen Jahres das Landratsamt Traunstein. Stand damals noch die Errichtung einer Versorgungsstation im Raum , wurde Anfang Oktober aber der Bau als "Berggaststätte" definiert. Hierzu ist die Änderung des Flächennutzungsplanes ebenso erforderlich wie die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Oberregierungsrat Ulrich Sedlbauer stellte allerdings in Aussicht , "dass der Begründungsaufwand für die Flächennutzungsplanänderung sehr hoch sein wird", wie aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung hervorgeht. Angeraten wurde von Seiten des Landratsamtes, dass in der Gaststätte Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer geschaffen werden sollten. Positiv wurde gewertet, dass bereits Wasser-, Kanal- und Stromanschluss vorhanden seien. Schließlich solle von den Liftbetreibern ein Gesamtkonzept für das Skigebiet Winklmoosalm vorgelegt werden, da ferner mittelfristig geplant sei, beispielsweise den Schlepplift auf den Scheibelberg durch einen Sessellift zu ersetzen. Geprüft werden soll im kommenden Frühjahr das potenzielle Baugebiet von Seiten der unteren Naturschutzbehörde, ob ein Umweltgutachten erforderlich sei, stehe aber noch nicht fest.

Nachdem das Landratsamt offensichtlich von einem längeren Genehmigungsverfahren ausgeht, sieht es diese Behörde als Voraussetzung an, dass die Gemeinde Reit im Winkl hinter diesem Projekt steht. Nach kurzer Diskussion im Gemeinderat bildete sich die einhellige Meinung heraus, dass man "alles daran setzen werde, um eine Genehmigung herbeizuführen". Diese Aussage spiegelte sich auch im Abstimmungsergebnis wieder: Alle 14 Gemeinderäte und auch Bürgermeister Heigenhauser votierten zugunsten der Bauvoranfrage. "Wir würden am liebsten im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen", so Josef Höflinger , der allerdings auch Zweifel durchblicken ließ, ob dies realistisch sei.

Grünes Licht gegeben

 Einen Tekturantrag stellte die Steinplatte-Aufschließungsgesellschaft für die Talstation der neuen Gondelseilbahn in Seegatterl: Dabei soll am Geschäftsgebäude eine Außentreppe zur Sicherung des zweiten Rettungsweges entstehen. Diese Treppe wird etwa zwei Meter außerhalb der Baugrenzen liegen. Neben weiterer geringfügiger Änderungen stimmte der Gemeinderat diesen Abweichungen zu. Darüber hinaus wurden in dieser Sitzung die Genehmigungen zweier weiterer Bauvorhaben um jeweils zwei Jahre verlängert: Zum einen die Anhebung des Dachstuhls am Wohngebäude von Pankraz Höflinger in der Chiemseestraße und schließlich die Baugenehmigung für die Errichtung eines Wohnhauses in der Weinleiten.

ost/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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