Neue Gaststätte mit 160 Sitzplätzen und Terrasse

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Eine neue Gaststätte entsteht in Seegatterl am Fuße der Bahn.

Reit im Winkl - Auf Hochdruck wurde genau vor einem Jahr im Reit im Winkler Ortsteil Seegatterl die neue Umlaufseilbahn gebaut. Jetzt wird dort ähnlich intensiv gearbeitet.

Damals wollte man unbedingt vor dem Winter mit der neuen Umlaufseilbahn fertig werden. Dieser Tage wird dort nun ähnlich intensiv gearbeitet. Und auch jetzt soll vor der Wintersaison ein markantes Gebäude fertig gestellt sein: eine Erlebnisgaststätte mit 160 Sitzplätzen und großer Terrasse.

In den vergangenen Monaten hatten die Gemeinde und die zuständigen Behörden die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in diesem Außenbereich überhaupt gebaut werden durfte: So wurde zunächst der Flächennutzungsplan und anschließend der Bebauungsplan entsprechend geändert. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab nun Bürgermeister Josef Heigenhauser die Stellungnahmen der "Träger öffentlicher Belange" bekannt. In den meisten dieser insgesamt 27 Stellungnahmen kamen keinerlei Bedenken zum Ausdruck.

Vehemente Einwände brachte dagegen schriftlich ein dort benachbartes Ehepaar vor, sie betreiben in Seegatterl ein Restaurant. Des Weiteren gab Heigenhauser bekannt, welche Firma in den kommenden Wochen den Grenzsteg neu erbauen wird.

"Unser Betrieb gerät in Bedrängnis"

Einwände gegen die Erlebnisgaststätte, die derzeit der Waidringer Gastronom Hans-Peter Zardini erbauen lässt, hatte wesentlich der deutsche Alpenverein in seiner Erklärung zum Ausdruck gebracht. Dieser moniert die zu erwartende nächtliche Lärmbelästigung und deren Auswirkungen auf den angrenzenden Wald und dessen Tierwelt. Mittlerweile wurden allerdings Untersuchungen vorgenommen, die nachweisen wollen, dass die prognostizierten Immissionswerte die geltenden Richtwerte nicht übertreffen werden, wie aus der Sitzung bekannt wurde.

In ihrem Schreiben an den Gemeinderat machten auch die Betreiber des derzeit einzigen Restaurants in Seegatterl unter anderem diese potenzielle Lärmbelästigung geltend. Wesentlich mehr sehen sie sich durch die Schaffung dieses Konkurrenzunternehmens in ihrer Existenz bedroht: "Wir als junge einheimische Familie fühlen uns in diesem Fall verunsichert, dass unser traditioneller Betrieb in Bedrängnis gerät", so die Eheleute. Sie wollten für sich einen "Bestandsschutz" geltend machen, soll eben heißen: kein zweites Restaurant.

Die Verwaltung stellte klar, dass durch die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes die Schaffung einer neuen Gaststätte sehr wohl möglich sei. Auch habe man das Objekt stets klar als neue Gaststätte definiert.

Nach kurzer Diskussion befand der Gemeinderat in diesem wie auch in den übrigen Stellungnahmen, dass man die Reaktionen zur Kenntnis nehme. Und: "Eine Planänderung ist nicht veranlasst." Somit wird also diese Erlebnisgaststätte voraussichtlich mit Beginn der Wintersaison termingerecht ihren Betrieb aufnehmen.

ost/Chiemgau-Zeitung

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