Das neue Heizwerk läuft

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Noch gleicht das Biomasseheizwerk eher einer Baustelle, dennoch wird hier bereits seit vier Wochen Wärmeenergie produziert. 80 Haushalte erhalten schon die umweltfreundliche Wärme ins Haus geliefert.

Grassau - Das Kommunalunternehmen "Wärmeversorgung Grassau" hat einen Meilenstein erreicht: Das neue Biomasseheizwerk läuft.

Noch sind zwar nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen, dennoch produziert die Anlage bereits seit vier Wochen umweltfreundliche Wärme und liefert sie über die Fernwärmerohre in mittlerweile 80 Haushalte.

Der Kessel mit einer Leistung von drei Megawattstunden liefere derzeit rund 500 Kilowattstunden, die ins Netz eingespeist werden, sagte Sebastian Stephan, der Leiter des Heizwerkes, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Seit Ende Mai sei der Kessel in Betrieb.

Bereits 8,6 Kilometer Fernwärmeleitungen sind inzwischen laut Stephan verlegt. Derzeit werden seinen Angaben zufolge am Kastanienweg die Rohre in die Erde gebracht. Im Anschluss daran werde das Kommunalunternehmen die Bergstraße im Norden von Grassau in Angriff nehmen. Übergabestationen seien in 162 Häusern montiert. 80 Haushalte beziehen laut Stephan bereits Fernwärme, bald auch die anderen. Hinzu kommen ihm zufolge noch einmal weitere Anschlüsse. Insgesamt seien 200 Verträge abgeschlossen worden.

Die Kapazität des Heizwerks werde mit den bestehenden Verträgen nicht ausgeschöpft. So sei es auch weiterhin möglich, sich mit Fernwärme versorgen zu lassen - vorausgesetzt, so Stephan, das Kommunalunternehmen könne entsprechende Leitungsstränge rentabel bauen. Weitere Auskünfte über Anschlussmöglichkeiten geben Sebastian Stephan und Peter Enzmann in der Gemeindeverwaltung Grassau.

Bislang wurden in den Leitungsbau und die Übergabestationen 3,6 Millionen Euro investiert. Für das Heizhaus und die Anlagenteile wurden nochmals 2,5 Millionen Euro aufgewendet.

Als Brennstoff dienen Hackschnitzel, die vom benachbarten Biomassehof kommen. Stephan betonte, dass die Kooperation mit dem Biomassehof sehr gut funktioniere. Lange Wege für die Lieferung von Hackschnitzeln könnten verhindert werden. Zudem werde damit auch sichergestellt, dass heimisches Holz verwendet werde.

Von der Arbeit des Heizwerks können sich die Bürger voraussichtlich Mitte September überzeugen - dann, wenn die Einweihung mit einem "Tag der offenen Tür" erfolgt.

tb/Oberbayerisches Volksblatt

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