Langlaufen: Neue Schilder trennen die Wege

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Die neuen roten Schilder für Langläufer informieren über den jeweiligen Schwierigkeitsgrad, die verbleibende Reststrecke, die Gesamtlänge und auch das Höhenprofil, während sich Wanderer an blauen Schildern orientieren.

Reit im Winkl - Seit diesem Winter soll ein neuartiges Beschilderungssystem für mehr Klarheit und damit auch mehr Sicherheit für Langläufer wie Wanderer sorgen.

Immer wieder hatten Wanderer wie auch Langläufer ihren Unmut darüber geäußert, dass an verschiedenen Abschnitten des weit verzweigten Wander- und Langlaufnetzes eine klare räumliche Trennung für beide Interessensgruppen fehle oder Wege falsch genutzt würden. Aber: Wo genau darf ein Langläufer unterwegs sein? Wo genau verlaufen Skatingspuren? Welche Wege sind für beide Gruppierungen vorgesehen?

Allein 82 Kilometer an Loipen für Anhänger der klassischen Langlauftechnik und 68 Kilometer für Skater werden in und um Reit im Winkl regelmäßig gespurt, wenn man alle Areale, also das Tal, das Hemmersuppen- und das Winklmoos-Almengebiet, zusammenrechnet. Beschildert waren diese Routen bis zum vergangenen Winter über Jahrzehnte nach dem offiziellen DSV-System. Diese Schilder zeigten neben der Richtung auch den jeweiligen Schwierigkeitsgrad der Loipe an.

Da für Reit im Winkl aber zunehmend das Thema "Wandern" an touristischer Bedeutung gewinnt und man diese Freizeitbeschäftigung verstärkt auch im Winter anbieten möchte, will man jetzt für eine klare Trennung beider bisweilen stark frequentierter Wege sorgen. 7000 Euro hat die Gemeinde bislang dafür ausgegeben, die Schilder im Tal auszuwechseln. Damit werden zum einen die einzelnen Wege deutlicher voneinander getrennt. Zum anderen können die Langläufer auf diesen Tafeln weit mehr an Informationen für die jeweiligen Runden ablesen.

So erfährt der Wintersportler den Namen der Strecke, den jeweiligen Schwierigkeitsgrad, die verbleibende Reststrecke, die Gesamtlänge und auch das Höhenprofil der Runde. Noch nicht ausgerüstet sind mit der neuen Beschilderung allerdings die Winklmoosalm und das Hemmersuppengebiet. Dafür muss die Gemeinde nochmals 7000 Euro ausgeben.

Insgesamt 200 Schilder werden die Langläufer dann jeweils speziell an Abzweigungspunkten auf die "Romantik-Loipe", auf die "Aktiv-Loipe" und die "Winterwald-Loipe" schicken, während die Wanderer ungestört ihren eigenen, blauen Tafeln folgen können.

Und wie kommen die Langläufer mit den neuen Schildern und den zusätzlichen Informationen zurecht? "Die Angabe des Höhenprofils finde ich enorm wichtig, damit man die Runde der eigenen Leistungsfähigkeit anpassen kann", meint der Münchner Paul Koschig im Langlaufstadion, während er konzentriert auf eine ganze Fülle einzelner Tafeln blickt. Dessen Frau Magdalena sieht dies ähnlich: "Man kann sich auf eine möglicherweise nicht ganz ungefährliche Abfahrt rechtzeitig einstellen." "Die Gestaltung gefällt mir sehr gut, man muss allerdings sehr nahe an die Schilder heranfahren, um alles lesen zu können", erklärt demgegenüber Michael Reichl aus Neufahrn. "Die Schilder sind sehr informativ, jetzt muss man halt nur noch alles lesen."

ost/Chiemgau-Zeitung

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