Nur noch zwei Wochen?

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Die Bahnhofstraße wird derzeit zwischen Aichstraße und Edeka-Markt saniert. Der Marktgemeinderat machte sich erneut ein Bild vom Baufortschritt. Voraussichtlich kann schon in zwei Wochen die Vollsperrung wieder aufgehoben werden.

Grassau - Die Vollsperrung der Bahnhofstraße kann aller Voraussicht nach in zwei Wochen wieder aufgehoben werden. Nach Auskunft von Bürgermeister Rudi Jantke, der vor der jüngsten Sitzung mit dem gesamten Marktgemeinderat die Baustelle besichtigt hatte, liegen die Arbeiten voll im Zeitplan.

Grassau - Die komplette Straße wie auch die Wege und auch der Unterbau seien bereits erneuert. Auf Anregung der Betreiberin, der Post-Agentur, sei es denkbar, vor diesem Gebäude eine Parkbucht einzurichten. Der Gehweg würde dann um die Tiefe der Bucht, also um rund 2,25 Meter, nach Norden verschoben. Der neue Wegrand würde an den vorhandenen Ahornbaum heranführen. Wenn der Gehweg im Baumbereich nur zwei Meter breit wird, seie es möglich, den Bergahorn zu erhalten.

Zudem könnte der unmarkierte Stellplatz im Südwesten durch das Setzen eines Hochbords aufgelöst werden. Dies hätte auch zur Folge, dass mehr Raum für die Präsentation der Waren vor dem Geschäft verbleibt. Parkbucht und Verschiebung des Gehweges würden Mehrkosten von 9000 Euro verursachen. Die Hälfte hiervon würde bezuschusst. Einstimmig nahm der Rat den Vorschlag des Bürgermeisters an und votierte dafür, dass im bereits bestehenden Parkplatz im Osten ein Behindertenparkplatz angelegt wird.

Eine längere Diskussion gab es wegen der großen Linde an der Ecke Bahnhofstraße/Rosengasse. Drei Gründe, so Jantke, sprächen für die Fällung der Linde. Zum einen sei es schwierig, das Wurzelwerk in die neuen zu pflasternden Flächen einzubringen, zum zweiten fürchte der dortige Anlieger, der Baum verliere durch die Baumaßnahme seine Standfestigkeit, und drittens behindere der Baum die Sicht der Autofahrer in die Bahnhofstraße.

Vor Ort erklärte der bei der Gemeinde angestellte Gärtner Christian Staffner, aufgrund der Baggerarbeiten seien die straßenzugewandten Wurzeln bereits abgetrennt. Außerdem sei diese Linde noch sehr jung. Lindenbäume werden bis zu 900 Jahre alt. Bei der Diskussion im Rathaus informierte Bürgermeister Jantke, dass vor dem Anwesen eine kleine Grünfläche entstehen soll und erst im Anschluss daran gepflastert werde.

Dies ändere nach Ansicht von Josef Sichler (CSU) die Situation. Diese Grünfläche könnte zu dem Baum hin erweitert und die Pflasterfläche zurückgenommen werden. Dadurch hätte der Baum mehr Platz. Er fände es schade, wenn "dieser schöne Baum" gefällt werden sollte. Auch der Rathauschef betonte die "ortsbildprägende Bedeutung" der Linde. Für Mechdi Akbari (UGL) bleibt zwar das Sichtproblem für die Verkehrsteilnehmer, da es sich aber um eine weniger befahrene Anliegerstraße handle, sei diese Sorge überschaubar. Obwohl es sich um eine Sackgasse handelt, sei der Verkehr durch die Arztpraxen nicht gering, entgegnete Jantke und erklärte, dass die Anlieger wegen dieser Linde schon mehrfach vorstellig geworden seien. Jantke schlug vor, die Entscheidung über den Baum zurückzustellen.

Das Gremium wollte aber eine Entscheidung treffen und so wurde mit einer Gegenstimme (Hans Hornberger, SPD) festgelegt, den markanten, noch gesunden Baum mit ortsbildprägender Bedeutung zu erhalten.

Schließlich wurde über die Gestaltung vor dem Sparkassengebäude beraten. Im südöstlichen Eck sei ein kleiner Platz mit einem Baum und zwei Bänken vorgesehen. Diese Fläche würde sich auch dafür eignen, einen Brunnen aufzustellen. Die Sparkasse Traunstein würde sich, so Jantke, an den Kosten von rund 10000 Euro lediglich mit 1000 Euro beteiligen. Einhellig sprach sich der Rat für den Ruhebereich mit zwei Bänken und einem neuen Baum ohne Brunnen aus.

Bei der Ortsbesichtigung verwies der Rathauschef auch auf die bereits verlegte, so genannte Pendelrinne. Das Material habe das Straßenbauamt beschafft. Es komme aus China und sei auch anderweitig nicht beziehbar. Der Bürgermeister betonte, dass die Seitenflächen in der Baulast der Gemeinde liegen und hier heimischer Granit verwendet werde. tb

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