Oberwasser für Unterwössens Hallenbadverein

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Unterwössen (CH-Z) - "Um Weihnachten" herum öffnet das seit dem 22. November geschlossene Sporthallenbad Achental wieder seine Pforten.

Erleichterung beim Hallenbadverein: In der "Weihnachtssitzung" des Unterwössner Gemeinderates am Montagabend konnte Bürgermeister Hans Haslreiter die frohe Kunde verbreiten, dass die Versicherung des Vereins für den Schaden aufkomme. Um Weihnachten" wollen Bad und Sauna wieder ihren Betrieb aufnehmen.

"Nach langen, konstruktiven Verhandlungen" mit der Versicherung des Hallenbadvereins wurde, wie Haslreiter mitteilte, am Montagvormittag in einer gemeinsamen Zusammenkunft aller Beteiligten die Deckungszusage für den Schaden erteilt. Mehr als drei Wochen nach dem Schaden im Blockheizkraftwerk sollen Hallenbad und Sauna so schnell wie möglich wieder öffnen. Der Gemeinderat sorgte dafür, dass der Betrieb weiterlaufen kann. Er gewährte, wie vom Verein als Soforthilfe beantragt, mit 14 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme (Thomas Beilhack, SPD) einen Vorschuss von 20000 Euro auf den jährlichen Betriebskostenzuschuss, der jährlich insgesamt 95000 Euro ausmacht.

Bevor über den Antrag des Hallenbadvereins entschieden wurde, hatte Bürgermeister Haslreiter einen Bericht zur Lage abgegeben. Er hielt es für notwendig, im Vorfeld einige Fakten zu klären, "da in der Bevölkerung zum Teil eine falsche Meinung herrscht". Zum Ersten gehöre der gesamte Hallenbadkomplex nach wie vor der Gemeinde. Zum Zweiten habe die Gemeinde dem Hallenbadverein das Hallenbad mit Sauna zum Betrieb überlassen. Zum Dritten zahle die Gemeinde dem Hallenbadverein einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von rund 80000 Euro und 15000 Euro Betriebskosten für die Nutzung der Räumlichkeiten, die die Gemeinde betreffen. Und die Gemeinde unterhalte das Gebäude.

Wichtiger Fakt sei, dass es der Verein gewesen sei, der das Blockheizkraftwerk gekauft habe und einbauen ließ. Das heiße, die Anlage gehöre dem Verein, er betreibe es auch in eigener Regie. Die Gemeinde habe lediglich eine Bürgschaft in Höhe von 210000 Euro für die Finan-zierung des Blockheizkraftwerkes übernommen.

Haslreiter: Das Warten hat sich gelohnt

Zur Vorgehensweise der Schadensdeckung unterstrich der Rathauschef, das Warten habe sich gelohnt, denn rechtzeitig zur Sitzung sei die Deckungszusage erteilt worden. Es müssten noch zwei Angebote, die gestern erwartet wurden, eingeholt werden. Sobald sie vorliegen, könne mit der Sanierung begonnen werden. Das bedeutet, "um Weihnachten" nehmen Bad und Sauna wieder ihren Betrieb auf.

Zum Antrag des Hallenbadvereins erläuterte Vorstand Hans Wimmer, dass der Verein sich durch den Ausfall in einer schwierigen finanziellen Situation befinde. Zwar fehlten die Einnahmen, die laufenden Kosten in Höhe von rund 10000 Euro aber blieben. Man müsse daran denken, dass der Verein nicht nur "fordert und verlangt", sondern in all den Jahren, seit er das Hallenbad mit Sauna betreibe, der Gemeinde auch viel Geld erspart habe.

Der Vorschuss von 20000 Euro sei kein "Geschenk", betonte Haslreiter in der von Harmonie geprägten letzten Gemeinderatssitzung des Jahres. Der Verein müsse die Summe entweder zurückzahlen oder mit dem Betriebskostenzuschuss verrechnen. Und das Blockheizkraftwerk dürfe erst dann wieder "anlaufen", wenn sichergestellt sei, dass sich der Vorfall nicht wiederholen könne.

sga/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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