Ochsenrennen in Rottau: So haben Sie abgestimmt

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Rottau - Das Ochsenrennen ist seit Jahren Tradition in Rottau. Doch Tierschützer wollen dem Treiben jetzt Einhalt gebieten. Bürgermeister Jantke versteht die Aufregung nicht. So haben Sie abgestimmt:

Am Faschingssonntag veranstaltet der Trachtenverein GTEV d'Gederer Rottau wieder ein Ochsenenrennen bei den Tennisplätzen. Um 13 Uhr schwingen sich dabei die Reiter auf die Rücken der Tiere und galoppieren auf der Wiese dahin. Doch die Veranstaltung, die für Zuschauer und Teilnehmer als Faschingsgaudi geplant ist, ist der Organisation "animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V." seit Jahren ein Dorn im Auge. Bereits 2010 prangerten die Tierschützer das Spektakel an: "Ein Tier sollte nicht für diesen Zweck verhöhnt und missbraucht werden", erklärte damals Mechthild Mench, stellvertretende Vorsitzende von animal 2ooo. Und auch in diesem Jahr äußert die Organisation große Bedenken an der Veranstaltung. "Ochsenrennen finden nur zur Volksbelustigung statt. Die Ochsen werden dazu in eine für sie unbekannte Umgebung verbracht und sind von Lärm und dem anfeuernden Geschrei des Publikums umgeben und werden ständig angefasst."

Auch den Vorwurf, die Tiere würden mit Stockschlägen, schmerzhaftem Schwanzverdrehen oder Tritten angetrieben werden, ist für Jantke nicht nachvollziehbar. "Ich habe noch nie erlebt, dass Tiere bei unseren Ochsenrennen misshandelt oder geschlagen worden sind."

Damit die Ochsenrennen nicht zur Tierquälerei werden, hat das Veterinäramt Traunstein klare Richtlinien veranschlagt: Ausschließlich gesunde Rinder, die ein bestimmtes Alter haben und ausreichend trainiert sind, dürfen mitlaufen. Außerdem dürfen keine Treibhilfen während des Rennens eingesetzt werden. Der Einsatz von Stöcken ist nur beim Auf- und Abtrieb zum Leiten unter Vermeidung von Schmerzen gestattet. Das Veterinäramt Traunstein weist die Veranstalter auf diese Bestimmungen hin und behält sich vor, die Einhaltung der Auflagen auch zu kontrollieren.

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