Ökomodell Achental: Ein Netzwerk wächst

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Grassau - Das Ökomodell Achental webt ein "Soziales Netzwerk". Der Vorstand des Vereins hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine gemeindeübergreifende Übersicht zu erarbeiten.

Diakon Michael Sörgel und Gemeindereferentin Birgit Hadasch stellten ihre Pläne für ein soziales Netzwerk im Achental vor. Bereits seit dem letzten Jahr treffen sich im Achental regelmäßig im sozialen Bereich Engagierte. Aus diesen Aktivitäten ist im Juni 2011 die Familienstelle Grassau entstanden.

Bereits im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) im Achental ist der Bereich Sozialstruktur und Ehrenamt ein Haupthandlungsfeld, womit sich eine Konzeptgruppe beschäftigt hat. In einem weiteren Schritt wird nun das soziale Netzwerk Achental eingerichtet. Der Gesamtvorstand entschied, eine gemeindeübergreifende Übersicht mit Kontaktstellen und Öffnungszeiten zu erstellen. Außerdem wird für jede Mitgliedsgemeinde ein fester Ansprechpartner festgelegt. Alle Informationen werden im Internet über jeden Gemeindeauftritt abrufbar sein, die Aktionen sollen über die Familienstelle im Grassauer Rathaus koordiniert werden.

Der Gesamtvorstand beschloss außerdem einstimmig, die Gemeinden Marquartstein und Reit im Winkl ab 1. Januar als Mitglieder in das Ökomodell Achental aufzunehmen. Diese Erweiterung des Ökomodells sei eine große Chance, das Achental durch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit weiter voranzubringen und zu stärken, ist die Meinung des Vereinsvorsitzenden Fritz Irlacher.

Zwei neue Mitglieder

Ferner sprach sich der Gesamtvorstand dafür aus, noch in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie über die Nutzung der Wasserkraft entlang der Tiroler Achen in Auftrag zu geben. Die Wasserkraft wird als die effizienteste erneuerbare Energiequelle im Achental angesehen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil in dem Ziel, das Achental bis 2020 energieautark zu machen. Die Machbarkeitsstudie soll sowohl die Installation von Fließwasserkraftwerken und weitere technische Möglichkeiten, als auch die ökologischen Faktoren prüfen.

Geschäftsführer Wolfgang Wimmer erhielt den Auftrag, zur Verfügung stehende Fördermöglichkeiten abzuklären. Eine diesbezügliche Potenzialabschätzung der Universität Innsbruck kam zu einem positiven Ergebnis und dient nun als Grundlage für die Untersuchung der Machbarkeit. Bürgermeister und Beisitzer waren sich einig, dass im Achentaler Energiekonzept die Nutzung der Wasserkraft eine besondere Stellung einnimmt.

Seit 1. August ist Karin Heinrich als Regionalmanagerin in der Geschäftsstelle des Ökomodells tätig, sie stellte sich und ihre Arbeitsschwerpunkte in der Sitzung vor. Die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen ist am 9. November um 19.30 Uhr im Gasthof "Ott" in Staudach-Egerndach.

re/Chiemgau-Zeitung

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