Auf Opitz folgt Mutz

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30 Jahre liegen zwischen dem alten und neuen Vorstand: Eberhard Opitz übergibt die Leitung der Alpenvereins-Sektion Achental an Ernst Mutz (von links).

Staudach-Egerndach - Nach neun Jahren geht die Leitung des Deutschen Alpenvereins (DAV), Sektion Achental, von Eberhard Opitz auf Ernst Mutz über.

In der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Mühlwinkl" sagte Opitz, er trete nicht zurück, vielmehr ende seine Amtszeit und für weitere drei Jahre stehe er nicht zur Verfügung.

Der Ausgang der Wahl kam dann doch etwas überraschend. Schließlich erklärte Opitz, dass viele Versuche, einen Nachfolger zu finden, gescheitert seien. Dann sei Mutz gekommen, der erst vor kurzem, bedingt durch den Wohnortwechsel, vom Alpenverein Oberland zur Achental-Sektion gestoßen sei und sich auch schon bei der Vorstandschaft vorgestellt hatte.

Opitz regte an, Mutz zunächst in den Beirat zu wählen, um ihn im nächsten halben Jahr mit dem Verein, der immerhin knapp 1150 Mitglieder zähle und rein ehrenamtlich geführt werde, vertraut zu machen. Nach sechs Monaten könne dann in einer außerordentlichen Versammlung die Neuwahl des Vorsitzenden nachgeholt werden. Wahlleiter Ali Siegert ergänzte, der Verein sei auch ohne Vorsitzenden handlungsfähig. Allerdings wurden aus den Reihen der Mitglieder Stimmen laut, die gleich auf eine Wahl des Vorsitzenden drängten und nachdem Mutz einer Kandidatur zugestimmt hatte, wurde er auch mehrheitlich gewählt.

Der 44-jährige Mutz ist gelernter Schreiner und nun Berufsfeuerwehrmann. Er wohnt in Süssen bei Marquartstein. Erst im vergangenen Juni habe er seine große Liebe auf der Zugspitze geheiratet. Seine Bergsteigerlaufbahn habe vor 35 Jahren begonnen. Mit 14 Jahren habe er allein den Watzmann bestiegen, mit 18 sei er der Sektion Oberland beigetreten. Besonders könne er sich für das Wandern, Klettersteige, Ski- und Schneeschuhtouren begeistern.

Keine Überraschung hingegen gab es bei der Wahl des Zweiten Vorsitzenden, denn Wolfgang Kania hatte ebenso kandidiert wie auch Schriftführer Ulrich Huber. und Schatzmeister Manfred Dietzinger. Jugendreferent ist weiterhin Peter Parsiegla und als Beisitzer wurden Karin Lehnert, Thomas Pertl und Franz Buchner gewählt.

Dietzinger dankte Opitz für die vergangenen neun Jahre. Als Bergkamerad Jochen Krause 2002 von seiner Tour im Himalaya nicht mehr zurückgekehrt war, hatte Opitz kommissarisch die Leitung übernommen und wurde dann 2003 für fünf, 2008 für weitere drei Jahre gewählt, nachdem die Amtszeit von fünf auf drei Jahre gekürzt worden war.

Opitz nutzte die Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Vieles, was noch Jochen Krause eingeführt habe, sei beibehalten worden - winterliche Ski-, monatliche Bergtouren, die monatlichen Sektionsabende mit Vorträgen, wie auch das Faschingsessen und der Nikolausabend. Erweitert worden sei in den vergangenen acht Jahren das Angebot auf Sektionstouren und Seniorentouren mit Übernachtungen, organisiert von Günter Altinger und die Seniorentouren mit Martin Brandstetter und Dieter Pabel. Neu seien die Mountainbiketouren mit Thomas Pertl, der Almabend auf der Staffenalm wie auch der Sektionsabend im Mai mit einem Rück- und Ausblick. Opitz dankte seinen Weggefährten in den vergangenen neun Jahren, allen voran Anni Diehl, die eine unschätzbare Hilfe gewesen sei.

Gleich auf elf Aktivitäten wie Wanderungen, Berg- und Radtouren, darunter fünf mit Übernachtungen konnte Jugendreferent Peter Parsiegla zurückblicken, der derzeit 24 aktive Jugendliche im Alter zwischen sieben und 19 Jahren betreut.

Gebietsbetreuerin Claudia Irlacher kündigte an, dieses Jahr gelte das Augenmerk dem 20. Jubiläum des Naturschutzgebietes Geigelstein. Dazu gehöre unter anderem eine geführte Wanderung von Aschau nach Schleching am 11. Juni mit gemeinsamer Bergmesse auf der Priener Hütte. Claudia Irlacher verwies auch auf das "Jahr der Wälder", das mit Ausstellungen und Führungen ins Bewusstsein gerückt werde.

Opitz gab abschließend noch die nächsten Termine bekannt: das Faschingsessen am 2. März um 19 Uhr, den Sektionsabend mit einem Vortrag von Bernd Rost über Bergsteigen in Japan am 6. April um 20 Uhr wie auch den Sektionsabend mit Vor- und Rückschau am 4. Mai - alle im Gasthof "Mühlwinkl". Ein Almabend auf der Staffnalm ist für den 1. Juni vorgesehen.

tb/Chiemgau-Zeitung

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