Ortsumfahrung Raiten in Sicht

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Bürgermeister Sepp Loferer (Mitte) übergibt im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der Dorferneuerung, Peter Oster, den positiven Aktenordner dem Leitenden Baudirektor Klaus Rehm (links).

Schleching/München - Die lang ersehnte Ortsumfahrung Raiten kann bald gebaut werden. Während der vierwöchigen Auslegungsfrist hat, was selten genug vorkommt, kein einziger Schlechinger Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren vorgebracht, im Gegenteil.

Manche Bürger gaben positive Anregungen, andere forderten einmütig einen schnellstmöglichen Baubeginn. Auch von den Trägern öffentlicher Belange kamen keine grundsätzlichen Bedenken gegen dieses Projekt.

Bürgermeister Sepp Loferer war mehr als stolz auf seine Schlechinger und ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung Raiten, Peter Oster, am Donnerstag die Unterlagen persönlich in München dem Leiter des Sachgebietes Straßenbau, dem Leitenden Baudirektor Klaus Rehm bei der Regierung von Oberbayern abzugeben. Auch Rehm zeigte sich erfreut, dass es noch Straßenbauprojekte gibt, hinter denen die Bevölkerung einmütig steht und die nicht nur Gegner auf den Plan rufen. Rehm betonte, dieser positive Verlauf der Planfeststellung auch darauf zurückzuführen ist, dass es in den letzten Jahren zu einem intensiven Abstimmungsprozess zwischen der Gemeinde Schleching, dem Amt für ländliche Entwicklung, dem Staatlichen Bauamt Traunstein als Baulastträger und allen Betroffenen gekommen sei.

Als nächsten Schritt wird die Regierung von Oberbayern nun den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Bürgermeister Loferer hat das Bauamt Traunstein gebeten, noch heuer ein Signal für den Baubeginn zu setzen. Die 1,2 Kilometer lange Ortsumfahrung hat vor allem das Ziel, die in schöner Regelmäßigkeit auftretenden überflutungen der Bundesstraße 307 zwischen Marquartstein und Schleching zu beenden. Allerdings räumte Peter Maltan, Abteilungsleiter Straßenbauamt Traunstein, gestern auf Anfrage ein, höhere überflutungen müssten weiterhin in Kauf genommen werden. Der Damm zwischen 100 und 150 Zentimeter Höhe könne einem "100-jährlichen Hochwasser" naturgemäß nicht Paroli bieten. Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro trägt ausschließlich der Bund.

re/mt/Chiemgau-Zeitung

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