„Persönlicher Kontakt ist A und O“

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Grassau - „Bessere Zusammenarbeit“ ist das künftige Ziel der Chiemgauer Trachtenvereine, der regionalen Presse und des Bayerischen Rundfunks.

Dies wurde bei einem ganztägigen Symposium zum Thema „Volkskultur und Medien“ in Grassau deutlich. Auch die dafür nötigen Kontakte sind nun gefestigt. Anlässlich der Aktionstage „Tradition & Brauchtum – Bayerisches Leben“ des Chiemgau-Alpenverbandes konnte Gauvorstand Ludwig Entfellner zahlreiche Vertreter der bayerischen Medienlandschaft, der Politik, des Trachtenverbandes und weiterer Kulturträger in Grassau begrüßen. Durch einen informativen Dialog klärten sich viele Fragen über Berichterstattung, Programmänderungen und –inhalte. Zudem ist ein besseres Gespür für die Ziele und Bemühungen, aber auch die begrenzten Möglichkeiten und Hindernisse aller Beteiligten entstanden. Zuversichtlich machte auch die Erkenntnis, dass die Interessen beider Seiten sehr oft die gleichen sind, wie etwa den Erhalt von Dialekt. Viele, manchmal negativ empfundene Zustände und Entwicklungen in Presse, Funk und Fernsehen wurden diskutiert und deren Ursachen verständlich aufgezeigt. Zugleich zeigte sich, dass auch seitens der Brauchtumsvertreter in manchen Bereichen ein Umdenken nötig und nicht jede Veranstaltung einen umfassenden Artikel wert ist. Formate erschöpfen sich zuweilen, in den Medien gleichermaßen wie in der Brauchtumspflege.

Interessantes Referat über Volkskulturpflege in Salzburg

Anregende Vorträge eröffneten zuvor das vielversprechende Forum. Dabei erläuterte der Leiter des Symposiums, Otto Dufter jun., wie bayerisches Leben in den Medien dargestellt wird und Dr. Lucia Luidold vom Dachverband Salzburger Volkskultur schilderte die Bemühungen und Strukturen der Kulturpflege in ihrer Heimat. Ernst Schusser, Leiter des Volksmusikarchives Oberbayern, referierte über die Volksmusik und deren Zusammenspiel mit den Medien und Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl stellte sich den Fragen zum Rundfunkrat, dem sie angehört. Wolfgang Diem wies als Leiter der Musikschule Grassau auf Grundsatzprobleme der Nachwuchsförderung im kulturellen Bereich hin. Über ihre tägliche Arbeit des Publizierens berichteten anschließend Raimund Feichtner vom Oberbayerischen Volksblatt, Stefan Semoff als Rundfunksprecher auf Bayern 1, Frida Buck und Georg Antretter, Redakteure des Bayerischen Rundfunks und Traudi Siferlinger, Moderatorin der „Witshausmusikanten“ und vieler weiterer Volksmusiksendungen. Die Medienvertreter stellten dar, mit welchen Schwierigkeiten sie täglich zu kämpfen haben. Diese handeln von den Bemühungen nach regionaler Ausgewogenheit, von der Bombardierung mit Interessen und Veranstaltungen, von manchmal leider nicht zu übersehenden Quoteneinbrüchen und von der ständigen Suche nach guten Ideen.

Gute Ideen für Medien sehr nützlich

In Puncto gute Ideen wurde klar, dass genau hier eine gute Kooperation möglich und erfolgversprechend ist. Brauchtumsvertreter können sich einbringen, sprich besondere Ereignisse an die Medien herantragen und somit allen Seiten nützen. Um miteinander gute Ideen zu verwirklichen bedarf es überall kompetente und offene Ansprechpartner. Mit dem Symposium sind erste Schritte in die richtige Richtung der Zusammenarbeit getan.

Pressemeldung Bayerischer Trachtenverband e.V.

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