Die Heimat nicht aus den Augen verlieren

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Raiten im Chiemgau - Den Bezug zur Heimat stellte Pfarrer Palus in den Mittelpunkt der Wallfahrt nach Raiten. Bereits zum 61. Mal machten sich die Trachtler auf den Weg.

Trotz unsicherer Wetterlage fanden sich wieder viele Hundert Trachtlerinnen und Trachtler aus den 23 Vereinen des Verbandes ein, um gemeinsam im Rosenkranzgebet nach Raiten zu pilgern und dort gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

61. Wallfahrt der Chiemgauer Trachtler

„Auch alteingesessene Chiemgauer müssen immer wieder um ihre Heimat ringen, in Taten und in Gebeten“, so Pfarrer Palus, der Heimat als Ort des Vertrauens bezeichnete. Im Zusammenhang mit der Pflege der Heimat dankte der Geistliche den vielen ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern, deren Engagement und Einsatz das Leben in der Heimat erst schön und wertvoll mache. „Heute wird den Leuten die Heimat oft unter dem Boden weggezogen, insbesonere durch das Zerbrechen von Familien. Der Heimatverlust kann vielfältig sein, in gewisser Weise auch durch Reizüberflutung in Form einer geistigen Heimatlosigkeit“, sagte Pfarrer Palus weiter und er fügte zu den anwesenden Trachtlern hinzu: „Was würden wohl unsere Vorfahren, die oftmals mit Waffengewalt ihre Heimat verloren, zur heutigen Situation sagen?“. Als Antwort darauf empfahl der Pfarrer, Vergangenes nicht zu vergessen und sich mit Gottvertrauen auf Bleibendes zu besinnen.

Dank von Gauvorstand Ludwig Entfellner

In seinem Grußwort erinnerte Gauvorstand Ludwig Entfellner an den Ursprung der Wallfahrt, der auch in der Volksfrömmigkeit und im schlichten Glauben der bayerischen Bevölkerung begründet ist. Sein besonderer Willkommensgruß galt Ehren-Gauvorstand Otto Dufter, dem Bayerischen Inngau-Trachtenverband als Patengau, dem Gauverband I, der Gemeinde Schleching sowie der nimmermüden Raitener Dorfgemeinschaft, die sich immer wieder um die Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt bemühen.

Die musikalische Gestaltung übernahmen in traditioneller Weise die Musikkapelle Schleching unter der Leitung von Peter Hell, die Schlechinger Sänger und die Schlechinger Alphornbläser. Beim Eintreffen der Trachtler wurden diese von den Raitener Böllerschützen willkommen geheißen. Ausrichtender Trachtenverein aus den Reihen des Gauverbandes war der Trachtenverein „D´Griabinga“ Hohenaschau. Den Abschluss der Wallfahrt bildeten am Gedenkkreuz Gebete für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Trachtenkameraden.

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