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Richtschnur für langfristige Ortsentwicklung in Reit im Winkl

Gemeinderat fasst Beschluss über Entwicklungskonzept

Der Ortskern von Reit im Winkl soll durch das ISEK bewahrt und behutsam weiterentwickelt werden.
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Der Ortskern von Reit im Winkl soll durch das ISEK bewahrt und behutsam weiterentwickelt werden.

Das Ergebnis des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) als Richtschnur und Handlungsspielraum für die langfristige Ortsentwicklung beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal. Mit diesem soll unter anderem die Identität des Ortskerns bewahrt werden, so fasste Prof. Martin Schirmer eines von den darin enthaltenen Entwicklungszielen zusammen.

Reit im Winkl – Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) erinnerte an den Ende Februar gefassten Einleitungsbeschluss für die vorbereitenden Untersuchungen im Rahmen des ISEK. Nach dessen Abschluss würden die Bürger dann über die Ergebnisse informiert. In welcher Form dies geschehe, sei abhängig von den dann gültigen Corona-Regelungen. Darauffolgend werde die Sanierungssatzung erstellt und vom Gemeinderat beschlossen.

Prof. Martin Schirmer von seinem mit der Erstellung des ISEK beauftragten Büro Schirmer Architekten + Stadtplaner in Würzburg stellte die Ergebnisse des Konzeptes vor. Er gab einen Rückblick auf den Planungsprozess seit der Auftaktveranstaltung im Dezember 2019 im Festsaal.

Bei seiner Zusammenfassung der Entwicklungsziele sprach er von einer „Gestaltungsoffensive Ortskern“. Das bäuerliche Dorf solle in seiner Qualität gesichert werden und charakteristisch erhalten bleiben. „Wir wollen die Identität des Ortskerns bewahren und das Ortsbild behutsam weiterentwickeln“, so Schirmer.

Als weiteres Ziel nannte er eine Stärkung des Wohn-, Arbeits- und Versorgungsstandortes. Das Ortszentrum solle als Einzelhandelsstandort gestärkt und dort Wohnraum geschaffen werden. Die Entwicklung des Freizeit- und Tourismusangebotes war ein weiterer Punkt. „Die Gemeinde als Tourismusdestination soll zukunftsfähig aufgestellt werden“, sagte er. Und weiter: „Zudem beinhaltet das Entwicklungskonzept einen Handlungsleitfaden, der als Grundlage und Arbeitshilfe für die nächsten zehn bis 15 Jahre dient, um die darin definierten Entwicklungsziele zu erreichen.“

Ergänzend zu der rechtlich verbindlichen und kürzlich neu vom Gemeinderat erlassenen Baugestaltungssatzung solle jetzt ein Gestaltungshandbuch mit anschaulicher Visualisierung zur Gestaltung der Bauten erstellt werden, fuhr Prof. Schirmer in seinem Vortrag fort. Zur Umsetzung der Vorschläge dieses Handbuches werde anschließend ein kommunales Förderprogramm etabliert, das als Grundlage zur Fördermittelvergabe an Private und damit als Anreizförderung diene.

„Im nächsten Schritt nach der heutigen Beschlussfassung des ISEK durch den Gemeinderat soll die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets erfolgen“, blickte der Redner voraus. Damit könnten zukünftig für den Umgriff im Ortskern Fördergelder für Sanierungsmaßnahmen gewährt werden.

Das Angebot von Prof. Schirmer, die Gemeinde weiterhin bei ihrer Ortssanierung zu unterstützen, nahm Bürgermeister Matthias Schlechter gerne an. Auch bei diesem Vortrag sei wieder deutlich geworden, mit welch vorbildlichem Engagement sein Büro an die Aufgabe herangehe. „Wir haben für unser ISEK den richtigen Partner gefunden“, stellte er fest.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig das Ergebnis des ISEK als Richtschnur und Handlungsrahmen für die langfristige Ortsentwicklung und befürwortete die darin entwickelten Ziele und Leitlinien. Die Handlungs- und Projektempfehlungen werden dem weiteren Beschluss zufolge gemeinsam mit den jeweils betroffenen Akteuren und Institutionen weiterverfolgt, beraten, gewichtet und positioniert sowie je nach Haushaltslage vom Gemeinderat beschlossen und realisiert. Eine jährliche Vorschau auf die in den Folgejahren beabsichtigten Maßnahmen ist rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen vorzulegen. Das Entwicklungskonzept wird nach Erfordernis fortgeschrieben.

sh

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