Zwei Mehrfamilienhäuser an der Tiroler Straße geplant

Gemeinderat Reit im Winkl beschließt Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens

Auf den Grundstücken der sogenannten „alten Posthäuser“ sollen die beiden Wohnhäuser entstehen
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Auf den Grundstücken der sogenannten „alten Posthäuser“ sollen die beiden Wohnhäuser entstehen

Reit im Winkl - Zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils elf Wohneinheiten will die RiKa Immobilien GmbH aus Siegsdorf an der Tiroler Straße errichten.

Der hierzu notwendigen Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans „Reit im Winkl-West“ stimmte der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung im Presseraum des Festsaals zu. Die Änderung bezieht sich auf die Grundstücke Tiroler Straße 30 und 32, wo jetzt noch die sogenannten „alten Posthäuser“ stehen.

Im Rahmen der im Vorfeld durchgeführten Vorgespräche hatte die Gemeindeverwaltung dargelegt, dass die gewünschten Mehrfamilienhäuser nur mit einer Bindung von Erstwohnsitzen verwirklicht werden könnten. „Die Gemeinde begrüßt ausdrücklich das Vorhaben, da dringend Wohnungen für junge Familien und Personal beziehungsweise generell Erstwohnsitze benötigt werden“, sagte Bürgermeister Matthias Schlechter in der Sitzung. Es handele sich hier um ein städtebauliches Ziel, das mit einem den Bebauungsplan ergänzenden städtebaulichen Vertrag fixiert werden solle.

Der bereits vorliegende Entwurf dieses städtebaulichen Vertrags beinhaltet die Bindung der Wohnnutzung als Erstwohnsitz und die Unzulässigkeit von Wohnungs- oder Teileigentum im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes für beide Grundstücke. Weiter darf die Miete höchstens 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, und bei freien Wohneinheiten ist vorab der örtliche Bedarf bei der Gemeinde im Hinblick auf notwendige Mietwohnungen abzufragen. Außerdem aufgenommen ist ein Rücktrittsrecht zugunsten der RiKa Immobilien GmbH für den Fall, dass der Bebauungsplan nicht bis zu einer noch festzulegenden Frist in Kraft getreten ist.

Laut Bebauungsplanentwurf soll darin die Festsetzung getroffen werden, dass es sich um ein allgemeines Wohngebiet gemäß der Baunutzungsverordnung handelt und dass die maximale Wandhöhe 7,50 Meter anstatt derzeit sieben Meter und die zugelassene Dachflächenfensterfläche 7,2 Meter anstatt derzeit 2,4 Meter beträgt. Zur Gestaltung ist festgesetzt, dass die jeweils gültige Fassung der gemeindlichen Baugestaltungssatzung anzuwenden ist. Die Stellplätze sollen in einer die beiden Gebäude miteinander verbindenden Tiefgarage nachgewiesen werden. Anzuwenden ist hier die gemeindliche Stellplatzsatzung in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans „Reit im Winkl-West“. Es handelt sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung, der Bebauungsplan wird daher im beschleunigten Verfahren ohne Realisierung einer Umweltprüfung durchgeführt. Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, nach Vorliegen des geprüften, unterzeichneten städtebaulichen Vertrags das Verfahren einzuleiten.

sh

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