Rat gibt grünes Licht

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In einem ersten Abschnitt soll ein 241 Meter langes Teilstück der Entfeldener Straße von Norden bestandsorientiert neu gebaut werden.

Reit im Winkl - Es wird die größte Straßenbaumaßnahme für die Gemeinde Reit im Winkl in diesem Jahr werden: der Neubau eines Teilstücks der Entfeldener Straße.

Seit Jahren wird über diese dringend notwendige Herstellung am Ort diskutiert, doch bislang konnten sich die Verantwortlichen aus Kostengründen zu konkreten Maßnahmen noch nicht durchringen. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat jetzt diesem Vorhaben zu und auch einer Umwidmung der insgesamt 585 Meter langen Entfeldener Straße in eine Ortsstraße.

Durch diesen Akt können die etwa 40 Anwohner an der Finanzierung beteiligt werden. Vorgelegt wurden dem Gemeinderat in seiner Sitzung aber auch die Jahresabschlüsse der Fremdenverkehrsbetriebe und der Wasserversorgung jeweils für 2010.

Die Entfeldener Straße liegt am östlichen Ortsrand und dient für Verkehrsteilnehmer aus dem Achental, die weiter Richtung Ruhpolding fahren wollen (oder umgekehrt) als ideale Abkürzung, um so das Ortszentrum umgehen zu können. Wohl auch durch diese starke Nutzung hat die Asphaltdecke in den letzten Jahren stark gelitten, eine grundlegende Erneuerung erschien jetzt unumgänglich.

In einem ersten Abschnitt soll nun ein 241 Meter langes Teilstück von Norden "bestandsorientiert neu gebaut werden", wie dies Bürgermeister Josef Heigenhauser den Räten vortrug. Geschätzte Baukosten: Rund 250000 Euro. Nach Ansicht des Landratsamtes stellt diese Straße mittlerweile allerdings keine Verbindungsstraße mehr dar, sondern eine Ortsstraße oder genauer: eine Hauptverkehrsstraße. Diese begriffliche Änderung liegt in der Tatsache begründet, dass zum Zeitpunkt der Erbauung der Straße, also 1961, noch kaum Wohnbebauung vorhanden war. Nun allerdings ist insbesondere derjenige Abschnitt, der jetzt hergerichtet werden soll, von einer geschlossenen Besiedlung umgeben.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat zunächst, die Abstufung von einer Gemeindeverbindungsstraße zu einer Ortsstraße. Dadurch kann ein Teil der Kosten, etwa 80000 Euro, auf die Anlieger übertragen werden. In einer Anliegerversammlung wurden diese Anwohner einen Tag vor der Sitzung über dieses Vorhaben informiert.

Schließlich stimmten die Räte auch der eigentlichen Sanierungsmaßnahme ohne Gegenstimme zu. Der Gemeinde verbleibt mit etwa 112000 Euro der größte Kostenanteil, aus den Mitteln des Kommunalen Finanzausgleichs (FAG-Mittel) erhofft man sich einen Zuschuss von 60000 Euro. Sofern die Witterung dies zulässt, sollen die Baumaßnahmen Mitte April beginnen, die Arbeiten sollen etwa sechs Wochen lang andauern.

Einstimmig beschlossen wurde ferner die Widmung einer Teilfläche im Ortsteil Birnbach/Oberbichl als "Birnbacherfreiweg". Hintergrund ist hier, dass der ursprüngliche Wanderweg nicht mehr existent ist, weswegen die Gemeinde eine etwas weiter östlich gelegene Fläche auf einer Länge von 130 Metern als neue Wegführung in Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer widmen ließ.

Mit einem um knapp 50000 Euro geringeren Defizit als im Vorjahr schloss 2010 die Bilanz der Fremdenverkehrsbetriebe, das Minus beläuft sich hier auf knapp 281 000 Euro. Wie in jedem Jahr trugen zu diesem Defizit wesentlich die beiden Bäder (Hallenbad minus rund 236000 Euro und Freibad minus etwa 80000 Euro) bei, bei der Winklmoosstraße wurde ein Defizit von rund 212000 Euro errechnet. Die Erläuterung der Jahresabschlüsse erfolgt einmal jährlich im Rahmen einer öffentlichen Sitzung, wobei der Bekanntgabe stets die Begutachtung durch den kommunalen Prüfungsverband vorausgeht.

In gleicher Weise geprüft worden war auch der Jahresabschluss der Wasserversorgung. Hier war auffällig ein hoher Wert bei den Anlagezugängen von rund 584000 Euro, der mit den hohen Investitionen für die neue Wasserversorgung begründet wurde. Der Verlust bei der Wasserversorgung betrug am Ende des vorvergangenen Jahres knapp 1150 Euro.

Nach der Bekanntgabe beider Jahresabschlüsse befürwortete der Rat jeweils einstimmig, dass die jeweiligen Verluste von der Gemeinde übernommen werden.

ost/Chiemgau-Zeitung

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