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Gemeinde Reit im Winkl beteiligt sich an Kosten

Großumbau für Zusatzgruppe vom Kindergarten im Pfarrheim

Im Untergeschoss des Pfarrsaals soll eine Zusatzgruppe für den Reit im Winkler Kindergarten untergebracht werden.
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Im Untergeschoss des Pfarrsaals soll eine Zusatzgruppe für den Reit im Winkler Kindergarten untergebracht werden.

Der Gemeinderat Reit im Winkl hat beschlossen, mit einer Kostenbeteiligung von circa 35.300 Euro netto zu den geplanten Umbauarbeiten am Katholischen Kindergarten St. Pankratius mitzuwirken.

Reit im Winkl – Nach den vorliegenden Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr 2021/22 können nicht alle Kinder im bestehenden Gebäude vom Katholischen Kindergarten St. Pankratius untergebracht werden. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal, dass die Gemeinde Reit im Winkl bei einer deshalb vorgesehenen Nutzungsänderung im Pfarrsaal für eine Zusatzgruppe die Kosten für Einrichtung, Spielgeräte und anderes übernimmt.

Kindergarten Reit im Winkl

Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) berichtete, dass die Gemeinde nach der Einschreibung für das Kindergartenjahr 2021/22 darüber informiert worden war, dass dann im Kindergartengebäude nicht alle angemeldeten Kinder untergebracht werden können. Es wurden 14 Kinder für die Krippe und sieben für den Kindergarten neu angemeldet. Da neun Kinder von der Krippe in den Kindergarten wechseln und neun Kinder dann in die Schule gehen, können neun Krippenplätze nachbesetzt werden. Laut Aussage des Kindergartens gehen 13 Anmeldungen über das vorhandene Angebot hinaus.

Auf Vorschlag der Gemeinde sei eine Interessensabfrage durchgeführt worden, so Schlechter. Unter anderem ging es dabei um die Akzeptanz von Vormittags- und Nachmittagsgruppen sowie um einem Waldkindergarten. Die Idee des Waldkindergartens fand Zuspruch, sie kann jedoch wegen notwendiger pädagogischer Fortbildungen erst 2022 umgesetzt werden.

Die große Nachfrage kann, selbst wenn einige Kinder wegfallen sollten, nur mittels einer Zusatzgruppe gedeckt werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Krippenkinder doppelt zählen, was bedeutet, ein Krippenkind nimmt zwei Kindergartenplätze in Anspruch.

Da eine Waldgruppe so kurzfristig nicht umgesetzt werden kann, verbleibt als Option mit dem geringsten Zeit- und Kostenaufwand die Unterbringung im Untergeschoß des Pfarrheims. Hierzu wurde vom Jugendamt die Betriebserlaubnis in Aussicht gestellt, soweit die baulichen Voraussetzungen erfüllt werden. Baulich ist eine Nutzungsänderung notwendig. Es müssen Maßnahmen im Bereich der WC-Anlage, dem Eingangsbereich, der Räume und der Küche vorgenommen sowie im Außenbereich ein Zaun errichtet werden. Außerdem werden Einrichtungsgegenstände innen sowie Spielgeräte im Freien benötigt. Die Kosten werden mit brutto 58.600 Euro geschätzt. Geplant ist, dass die gebäudebezogenen Kosten die Kirchenstiftung und die Einrichtungsgegenstände die Gemeinde übernimmt. Neben- und Zusatzkosten sollen von diesen je zur Hälfte getragen werden.

Bürgermeister Matthias Schlechter gab ein Schreiben des Elternbeirats des Kindergartens bekannt, in dem dieser Auskunft darüber erbittet, wann eine sichere Zusage für die Betreuung der Kinder ab September dieses Jahrs erfolgt. Aus dessen Sicht sei eine Betreuung der Kinder in den drei bestehenden Kindergartengruppen nicht mehr sichergestellt.

„Laut Kostenschätzung liegen die Investitionskosten, die die Gemeinde tragen würde, bei 31.000 Euro zusätzlich 50 Prozent der sonstigen Kosten sowie der Nebenkosten bei 4.300 Euro netto“, unterrichtete der Bürgermeister. Und weiter: „Das machen wir gerne, spätestens bei einem Neubau des Kindergartens würden diese Kosten ohnehin anfallen.“ Auch Willi Schwarz (CSU) fand die vorgesehene Vereinbarung „eine sehr gute Lösung“.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Bedarf für eine Zusatzgruppe dem Grunde nach anzuerkennen und begrüßte deren Unterbringung im Untergeschoss des Pfarrsaals. Soweit die Kirchenverwaltung die gebäudebezogenen Kosten trägt, übernimmt die Gemeinde dem Beschluss zufolge Einrichtung, Spielgeräte und Zaun sowie die anteiligen sonstigen Kosten und die Nebenkosten in Höhe von geschätzt 35.300 Euro netto. Der Bürgermeister wurde bevollmächtigt, den Nutzungsänderungsantrag auf dem Verwaltungsweg zu behandeln, damit die baurechtlichen Voraussetzungen ohne Verzögerung geschaffen werden können.

Josef Hauser

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