Beispiel für bayerische Gastfreundschaft

Neue Tourist-Info in Reit im Winkl eingeweiht

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Reit im Winkl - „Die Anforderungen im Tourismus steigen laufend, und mit dem Neubau der Tourist-Info haben wir die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geschaffen.“ Dies waren die Worte von Bürgermeister Josef Heigenhauser bei der von Pfarrer Martin Straßer vorgenommenen Einweihung der grundlegend erneuerten und erweiterten Tourist-Info.

Ein Grußwort sprach Dr. Sabine Jarothe, Abteilungsleiterin Tourismus im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Der Tourismus sei mit 560 000 Vollzeitarbeitsplätzen und einem Umsatz von 31 Milliarden Euro eine Leitökonomie in Bayern, stellte Bürgermeister Josef Heigenhauser nach der musikalischen Begrüßung durch die Musikkapelle fest. In Reit im Winkl als tourismusintensivster Ort weit über die Region hinaus sei er die Existenzgrundlage für einen Großteil der Bevölkerung, sei es direkt als Gastronom, Hotelier und Vermieter oder indirekt als Handwerksbetrieb beziehungsweise als Einwohner, der von den Freizeitangeboten profitiere.

Bei aller Diskussion über den Ausbau des Mobilfunks und die Digitalisierung im Tourismus sei doch der persönliche Kontakt der Gäste mit den Gastgebern beziehungsweise den Mitarbeitern der Tourist-Info der entscheidende Faktor für eine nachhaltige Bindung an den Urlaubsort, um aus Besuchern Stammgäste werden zu lassen, sagte Heigenhauser. „Der Gast spürt, ob das Angebot im Ort rund ist und zusammenpasst, ob es authentisch ist.“

Genau dies seien die Ziele bei der Planung zur Umsetzung der neuen Tourist-Information gewesen. Der Baukörper füge sich wunderbar in die Umgebungsbebauung ein, es seien traditionelle Baustoffe im Inneren und auch im Äußeren verwendet worden. Die Tourist-Info sei ein Treffpunkt, sei es in den Vorräumen, aber auch am Vorplatz. „Wir werden hoffentlich alle von dieser Investition profitieren, und ich lade Sie ein, die Beratungsangebote unserer Mitarbeiter in der Tourist-Info aktiv anzunehmen“, so der Bürgermeister.

Er freue sich, dass dies so schnell umgesetzt werden konnte, dass die Finanzierung mit hohen Zuschüssen des Freistaats Bayern gesichert wurde und dass sehr viele einheimische Betriebe und aus der näheren Umgebung kommende Firmen beauftragt werden konnten. Lobend erwähnte Heigenhauser, dass Altlandrat Jakob Strobl 1989 als damaliger Bürgermeister den mutigen Schritt zum Standortwechsel getroffen und den ersten Bau der Tourist-Info an dieser Stelle beauftragt habe. Sein besonderer Dank galt auch Architekt Andreas Mühlberger, der bereits damals den Bau geplant habe, und es sei von unschätzbarem Wert, dass er nun auch, zusammen mit der Innenarchitektin Wolfgruber und der Geschäftsleiterin Sabine Eisenberger, den Erweiterungsbau in rekordverdächtig schneller Zeit geplant und umgesetzt habe.

Dass der Tourismus in Bayern einen so hohen Stellenwert habe, sei ein Verdienst der Menschen vor Ort wie hier in Reit im Winkl, sagte Dr. Sabine Jarothe, die Abteilungsleiterin für den Bereich Tourismus im Bayerischen Wirtschaftsministerium. „Dieser Neubau der Tourist-Info ist ein Beispiel für bayerische Gastfreundschaft“, sagte sie und wies darauf hin, dass der Gast das Gespräch mit den Einheimischen suche und es hier finde.

Jarothe erinnerte an die vor kurzem gestartete bayerische Tourismusoffensive, deren Ziel der Tourismus im Einklang von Mensch und Natur sei. Das werde hier in Reit im Winkl besonders gelebt. Der Freistaat Bayern habe diesen Neubau der Tourist-Info gerne gefördert, und es sei ein gut angelegtes Geld zur Stärkung der Wirtschaft in der Region. Sie überreichte Bürgermeister Josef Heigenhauser einen symbolischen Scheck über die ausgezahlte Fördersumme in Höhe von 712 000 Euro.

Pfarrer Martin Straßer segnete die neue Tourist-Info und das Kreuz, das anschließend darin angebracht wurde. In den Segen bezog er auch die Menschen mit ein, die dort arbeiten und die hier ankommen. Wichtig sei, dass hier die Gastfreundschaft gepflegt werde. Begegnungen der Menschen untereinander und gute Gespräche seien etwas sehr Wertvolles.

Die Feierlichkeiten wurden fortgesetzt mit dem Eintreffen und Aufstellen des Maibaums, dem Aufspielen der Musikkapelle Reit im Winkl und dem anschließenden Maibaumfest.

sh

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