Gemeinderat Reit im Winkl genehmigte Entwurf des Bebauungsplans

Bauvorhaben: Zwei Mehrfamilienhäuser an der Tiroler Straße geplant

Auf den Grundstücken der noch stehenden sogenannten „alten Posthäuser“ sollen die beiden Wohnhäuser errichtet werden.
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Auf den Grundstücken der noch stehenden sogenannten „alten Posthäuser“ sollen die beiden Wohnhäuser errichtet werden.

Den Entwurf zur sechsten Änderung des Bebauungsplans „Reit im Winkl-West“ genehmigte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Reit im Winkl – Diese Änderung bezieht sich auf die Grundstücke an der Tiroler Straße, auf denen derzeit noch die beiden sogenannten „alten Posthäuser“ stehen. Dort sollen nach dem Willen der RiKa Immobilien GmbH aus Siegsdorf zwei neue Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Bürgermeister Matthias Schlechter erklärte, dass der Gemeinderat in einer Sitzung im Oktober vergangenen Jahres die Einleitung des Verfahrens zu dieser Änderung des Bebauungsplans beschlossen hatte. Eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wurde noch nicht durchgeführt, da zunächst der städtebauliche Vertrag geprüft und unterzeichnet werden muss.

Der zum Zeitpunkt des Aufstellungsbeschlusses vorliegende Bebauungsplanentwurf wurde von dem von der Verwaltung beauftragten Juristen geprüft. Daraufhin wurden einige Änderungen vorgenommen. Die meisten Änderungen wurden lediglich aus rechtlicher Sicht überarbeitet beziehungsweise angepasst. Festsetzungen wie Wandhöhe, Nutzungsart oder maximal elf Wohneinheiten pro Gebäude wurden beibehalten.

Die Antragsteller hatten bereits einen vorläufigen Planentwurf für die Gebäude erstellt. Die geplanten mittigen Anbauten mit Quergiebel bedürften einer Anpassung der Festsetzungen im Bebauungsplan einerseits bei der festgesetzten Wandhöhe und andererseits bei der bisherigen Festsetzung „klarer, ruhiger, rechteckiger Baukörper“, erläuterte Bürgermeister Schlechter.

Zur Erklärung gab er ein Schreiben der Antragsteller bekannt. Demnach sollen die beiden Gebäude als Rechteckbaukörper mit einem um 1,50 Meter vorspringenden Quergiebel erstellt werden. Sie haben eine Länge von 27 beziehungsweise 24 Metern und werden pro Geschoss mit vier Wohnungen ausgeführt. Wie von den Gemeinden und vom Landratsamt gefordert, bleibe der First des Quergiebels tiefer als das Hauptgebäude.

Die Grundflächenzahl und die Geschossflächenzahl hätten sich im Vergleich zum ersten Entwurf erhöht, erläuterte Schlechter weiter. Die Erhöhung der Grundflächenzahl resultiere in erster Linie aus der Errichtung einer Tiefgarage. Diese habe aber den unübersehbaren Vorteil einer großzügigen verbleibenden Grünfläche bei gleichzeitiger Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum. Auch die umliegenden Gebäude wiesen mit heutiger Berechnungsgrundlage ähnliche Grundflächenzahlen auf.

Bezüglich des unteren Bezugspunktes zur Wandhöhe (maximal 7,50 Meter) schlage die Verwaltung vor, das Planungsbüro um eine konkrete Höhenfestsetzung üNN (über Normal Null) zu bitten, was die Bearbeitung im Bauantragsverfahren und auch die Durchsetzung der gewünschten Geländesituierung wesentlich erleichtere.

Der Gemeinderat genehmigte einstimmig den Entwurf des Bebauungsplans, Stand 2. Februar 2021. Weiter legte er fest, dass ein geeigneter Bezugspunkt üNN als unterer Bezugspunkt für die Wandhöhe aufgenommen werden muss. Die Verwaltung wurde beauftragt, nach Vorliegen des geprüften, unterzeichneten städtebaulichen Vertrags das beschleunigte Verfahren gemäß Baugesetzbuch durchzuführen.

sh

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