Trauer in Reit im Winkl

Georg Beilhack tot: "Er war ein Mesner aus Leidenschaft"

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Mesner Georg Beilhack ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Reit im Winkl - "Er war ein Mesner aus Leidenschaft." Dies sagte Monsignore Christoph Huber beim Requiem in der Pfarrkirche St. Pankratius für den im Alter von 81 Jahren verstorbenen langjährigen Reit im Winkler Mesner Georg Beilhack. Große Anerkennung bekam der Verstorbene auch für den Aufbau und die Betreuung des Sakralmuseums auf dem Kirchenspeicher.

Trotz schwerer Kindheit mit frühem Tod von beiden Elternteilen habe der gelernte Schreiner stets mit Mut und Zuversicht an seinem Leben gebaut, zunächst tatsächlich als Baumeister und Polier in München, sagte der Geistliche in seiner Predigt. Aus Liebe zu seiner Familie mit Frau und drei Kindern habe er dann 1977 die in Reit im Winkl frei gewordene Stelle als Mesner angetreten und dieses Amt mit großer Tatkraft und Leidenschaft 24 Jahre lang ausgefüllt.

Er selber erinnere sich noch gern an die Zeit als Ministrant, als er zusammen mit Mesner Beilhack Gottesdienste vorbereiten durfte und überaus viel von ihm gelernt habe. Mit großem Engagement habe dieser sich auch bei den Primizen von ihm und seinem Bruder Wolfgang in Reit im Winkl eingesetzt. Eine lange Zeit habe er auch das Jugendberghaus Walmkogl der Erzdiözese München und Freising betreut.

Als Mesner aus Berufung mit Leib und Seele bezeichnete Pfarrer Martin Straßer im Friedhof den Verstorbenen. Mit enormer Tatkraft habe er das Sakralmuseum der Pfarrei aufgebaut und seit 1991 bis zuletzt betreut, ebenso seit 1986 die Jahreskrippe in der Kirche zusammen mit seiner Frau Helga. Auch die regelmäßigen Kirchenführungen habe er verantwortlich geleitet. Im Namen der ganzen Pfarrei sprach Straßer dem Verstorbenen einen großen Dank für all seine Verdienste aus.

Ein sehr engagiertes Mitglied sei Beilhack im Mesnerverband des Diözesanverbands München und Freising gewesen, sagte Bezirksmesner Martin Thullner. Dies sei insbesondere auch beim Mesnerausflug 2016 nach Reit im Winkl deutlich geworden. Besonders seine Führung durch das Sakralmuseum habe dabei alle begeistert.

Für den Trachtenverein „Dö Koasawinkla“ bedankte sich Ehrenvorstand Michael Neumaier beim Verstorbenen für seine langjährige treue Mitgliedschaft. Auch in seiner Eigenschaft als Mesner habe sei er bei vielen Anliegen des Vereins äußerst hilfsbereit gewesen.

sh

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