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Starkregenereignisse schlagen auch in Reit im Winkl zu

Nach dem Hochwasser: Aufräumarbeiten mit schwerem Gefährt an der Schwarzlofer

An der Schwarzlofer laufen die Aufräum- und Sanierungsarbeiten.
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An der Schwarzlofer laufen die Aufräum- und Sanierungsarbeiten.

Reit im Winkl - Wenngleich flächendeckende Zustände wie im Berchtesgadener Land im großen Talkessel von Reit im Winkl nicht zu beklagen waren, kam es an der Weißlofer und insbesondere in Seegatterl an der Schwarzlofer zu dramatischen Situationen. In Seegatterl mussten am Samstag 15 Personen sowie ein Hund evakuiert und in Pensionen im Ort untergebracht werden.

Update 26. Juli - Aufräumarbeiten mit schwerem Gefährt an der Schwarzlofer

Mit großem Einsatz wird in Seegatterl der vom Hochwasser mitgerissene Steinverbau in der Schwarzlofer neu errichtet, um die Häuser und die Grundstücke zu sichern. Sobald der Bereich wiederhergestellt ist, können die Trinkwasserleitung neu verlegt und der Kanal gerichtet sowie Strom, Breitband und Telefon gesichert werden. Im Bereich der Zufahrtsstraße beginnen diese Woche die Sanierungsmaßnahmen. Außerdem arbeiten mehrere Bagger mit voller Kraft an der Wiederherstellung der Abschnitte der Hauptskiabfahrt, die den Fluten zum Opfer gefallen sind.

Erstmeldung:

Die Wassermassen kamen so schnell, so hoch und mit solcher Wucht, dass für die Bewohner keine Chance mehr bestand, das Gebäude selbst zu verlassen. Im weiteren Verlauf rissen die Fluten auf einer Länge von rund 100 Metern den Radweg mit. Die Wasser- und Stromleitungen wurden freigelegt, der Schmutzwasserkanal abgerissen und ein Schacht weggespült.

Eine ungewöhnliche Höhe erreichten bei dem Hochwasser in Reit im Winkl die Fluten der Schwarzlofer, hier im Bereich der Liebertinger Brücke.

Innerorts mussten wichtige Infrastruktureinrichtungen wie das Gebäude des BRK und die Naturwärme mit Sandsäcken gesichert werden, um die Aufrechterhaltung zu gewährleisten. Über die Gräben entlang der Hauptskiabfahrt von Winklmoos nach Seegatterl kamen die Wassermassen ungebremst über die Forststraße, rissen diese an mehreren Stellen vollkommen mit und legten auch hier den gemeindlichen Kanal frei. Sollten weitere Regenereignisse in diesem Ausmaß folgen, wäre dies nach Auskunft von Bürgermeister Matthias Schlechter fatal.

Selbst bei ausgebauten Gewässern kamen die Steinsicherungen in Bewegung und erforderten aktives Handeln, um größere Schäden für das Dorf zu verhindern. Dank dem guten Zusammenspiel der Rettungskräfte – Freiwillige Feuerwehr, BRK und DLRG - zusammen mit dem gemeindlichen Bauhof und den örtlichen Unternehmern konnte Schlimmeres verhindern werden.

Das gesamte Ausmaß der Schäden kann noch nicht überblickt werden, laufend kommen neue Schadensmeldungen hinzu. „Die Aufarbeitung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit Sperrungen von Wanderwegen und Brücken wie am Grenzsteg muss deshalb gerechnet werden“, so Bürgermeister Matthias Schlechter.

sh

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