Premiere zum Auftakt des Jubiläumsjahres

Theaterverein Reit im Winkl spielte „Alpenglühn und Männertreu“

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Die Köchin Martha Ponholzer (Regina Wolfenstetter) und der Tierarzt Walter Giersdorfer (Fred Hanrieder, rechts) wollen den Hüttenwirt Ludwig Holdenrieder (Thomas Gartner) davon abhalten, alles zu verkaufen.

Reit im Winkl – „Das Jubiläumsjahr 2019 kann kommen, mia san g‘schickt“, dies konnte Beppo Landenhammer, der Vorstand des Theatervereins Reit im Winkl, zum Schluss der Premierenvorstellung von „Alpenglühn und Männertreu“ im Festsaal mit Recht ausrufen. Denn was die Darsteller unter der Regie von Matthias Schlechter bei diesem Lustspiel gerade gezeigt hatten, war schon erste Klasse.

Es war der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen der 1919 gegründete Theaterverein im Verlauf des kommenden Jahres sein 100-jähriges Bestehen feiert. In dem Stück hat derlebenslustige Hüttenwirt und Bergsteiger Ludwig Holdenrieder (Thomas Gartner) bei einem Bergunfall seine Frau Rosl verloren. Tief depressiv hasst er seither alles, was mit dem Unfall zu tun hat: die Berge, die Schafe, die Almwirtschaft. Und selbst den liebenswürdigen Schafmeister Matthias Gössling (Max Weiß) behandelt er so, dass dieser wegziehen will.

Theaterverein spielte „Alpenglühn und Männertreu“

Holdenrieder will alles verkaufen, würde damit aber die Zukunft seiner Tochter Julia (Steffi Schlechter) ruinieren, die die Almwirtschaft eigentlich weiterführen möchte. Die Köchin Martha Ponholzer (Regina Wolfenstetter), ehemals enge Vertraute Rosls, weiß einige Details über deren „einsame Almaufenthalte“. Ludwig war zwar selbst kein Kind von Traurigkeit auf seinen zahlreichen Bergexkursionen, trotzdem traut sich Martha aber nicht, ihm ihr geheimes Wissen zu offenbaren, da er so vielleicht noch verzagter werden würde.

Als aber auf der Hütte der fesche Tierarzt Walter Giersdorfer (Fred Hanrieder), der merkwürdig viel über Rosl zu berichten weiß, erscheint, und zudem Ludwig befürchten muss, seine Tochter ganz zu verlieren, erwacht seine Kampfeslust. Für allerhand Verwicklungen sorgten auch noch Julias Lehrerin Brigitte Wimmer (Steffi Grießhaber), Pfarrer Winkler (Wolfgang Hechtl) und die Hüttengäste Andrea und Bertl Sagerer (Maria Schmuck und Barthl Irlinger).

Eine Besonderheit bei diesem Stück war das mehrmalige Auftreten der Gesangsgruppe „Dreifarbig“ mit jeweils passenden Liedern zu der Handlung. In den Pausen und auch nach der Vorstellung spielten die „Ruhpoldinger Tanzl-6er“ auf und luden noch zum Verweilen ein. Zu Beginn hatte Bürgermeister Josef Heigenhauser zum Auftakt des Jubiläumsjahrs ein Fass Bier angezapft. „Alpenglühn und Männertreu“ wird das nächste Mal am 10. Januar aufgeführt.

sh

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