Gemeinderat Reit im Winkl fällt Entscheidung

Versorgungsgebiet der Wasserversorgung: Auch Dürrnbachhorn-Gaststätte anschließen

Nach Winklmoosalm (unser Bild) und den Dürrnbachalmen soll dem Gemeinderatsbeschluss zufolge jetzt auch die Dürrnbachhorn-Gaststätte an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen werden (links im Hintergrund das Dürrnbachhorn).
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Nach Winklmoosalm (unser Bild) und den Dürrnbachalmen soll dem Gemeinderatsbeschluss zufolge jetzt auch die Dürrnbachhorn-Gaststätte an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen werden (links im Hintergrund das Dürrnbachhorn).

Ergänzend zum Anschluss der Dürrnbachalmen soll auch die Dürrnbachhorn-Gaststätte an die öffentliche Wasserversorgung sowie an die Entwässerung angeschlossen werden. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal.

Reit im Winkl - In einer Sitzung im Juli 2019 war beschlossen worden, das Gebiet der Winklmoosalm ins Versorgungsgebiet der gemeindlichen Wasserversorgung aufzunehmen. Grundlage dieses Beschlusses war der Antrag zur Aufnahme der Alm in das Berghüttenprogramm des Freistaats Bayern, wonach stark frequentierte Berggaststätten über 1000 Meter üNN an die kommunalen Wasser- und Abwassersysteme angeschlossen werden können.

Im September 2020 wurde dann die Erweiterung des Versorgungsgebiets für Wasser und Kanal bis zu den Dürrnbachalmen unter den Bedingungen beschlossen, dass die Baumaßnahme im Rahmen des Berghüttenprogramms förderfähig und alle von der Förderung nicht gedeckten Kosten mittels Sondervereinbarung von der Almweidegenossenschaft getragen werden. Weitere Bedingungen waren, dass die Ver- und Entsorgung ausschließlich in den Zeiten der Bestoßung der Alm (Mai bis Oktober) gewährleistet ist und dass der Unterhaltsaufwand für die Ver- und Entsorgungsleitungen zu den Dürrnbachalmen seitens der Almweidegenossenschaft getragen wird.

Wesentliche Genehmigungsvoraussetzung für das Berghüttenprogramm ist es, dass am Ende der Ver- beziehungsweise Entsorgung eine touristisch stark frequentierte Berggaststätte liegt. Zunächst wurde von behördlicher Seite signalisiert, dass in Anbetracht der Naturschutzproblematik die Leitungserweiterung für die Dürrnbachalmen unter das Berghüttenprogramm fällt.

Diese Auffassung habe sich geändert, nachdem einer der Almgenossen einen Termin im Ministerium wahrgenommen habe, erläuterte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU). Nun sei es wieder so, dass der Antrag für die Dürrnbachalmen nur positiv verbeschieden werden könne, wenn vonseiten der Dürrnbachhorn-Gaststätte ein ernsthaftes Interesse dokumentiert werden kann.

Der Besitzer der Gaststätte habe sein Interesse zwischenzeitlich schriftlich bekundet, nachdem klar war, dass der Ausbau auf einen Sommerbetrieb ausgelegt wird, so dass sich die Kosten für ihn auch deutlich reduzieren. Entsprechend habe das Wasserwirtschaftsamt grünes Licht gegeben, dass ein Antrag auf Erweiterung des Förderumfangs des Zuwendungsbescheids zur Winklmoosalm beantragt werden kann, so Bürgermeister Schlechter.

Gemäß seinen weiteren Ausführungen muss die Gemeinde dazu folgendes vorlegen: einen Erläuterungsbericht, der die Weiterführung der Trinkwasser- und Abwasserleitungen beschreibt, einen Übersichtsplan, eine Kostenschätzung, einen Gemeinderatsbeschluss und einen Zuwendungsantrag.

„Die Planungen kommen gut voran. Sobald die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Forst erfolgt ist, kann sie in die Endphase gehen“, berichtete der Bürgermeister. Nach einer abschließenden Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt sei es vorgesehen, die Planung dem Gemeinderat vorzustellen.

Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme von Andreas Speicher (CSU), ergänzend zum Anschluss der Dürrnbachalmen auch die Dürrnbachhorn-Gaststätte an die öffentliche Wasserversorgung sowie an die Entwässerungseinrichtung anzuschließen. Er geht davon aus, dass die Baumaßnahme im Rahmen des Berghüttenprogramms förderfähig ist und alle von der Förderung nicht gedeckten Kosten mittels Sondervereinbarung von der Almweidegenossenschaft getragen werden, dass die Ver- und Entsorgung ausschließlich in den Zeiten der Bestoßung der Alm gewährleistet ist, dass der Unterhaltsaufwand für die Ver- und Entsorgungsleitungen zu der Dürrnbachhorn-Gaststätte seitens der Almweidegenossenschaft getragen wird, und dass die Kostenaufteilung der Almweidegenossenschaft mit dem Eigentümer der Dürrnbachhorn-Gaststätte genossenschaftsintern zu regeln ist.

sh

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