Gesamtkosten werden aktuell mit 51.000 Euro beziffert

Reit im Winkler Kneippbecken wird saniert: Gemeinderat genehmigt Planung

Bereits für die Sanierung zurückgebaut ist das Kneippbecken im Barfußpark am Grünbühel in Reit im Winkl.
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Bereits für die Sanierung zurückgebaut ist das Kneippbecken im Barfußpark am Grünbühel in Reit im Winkl.

Die Gemeinde Reit im Winkl saniert das Kneippbecken im Barfußpark am Grünbühel und nutzt dabei eine vom Freistaat Bayern in Aussicht gestellte Förderung. Der Gemeinderat genehmigte in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal die entsprechende Planung.

Reit im Winkl – Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hatte im Oktober vergangenen Jahres zum Jubiläumsjahr von Sebastian Kneipp 2021 ein Sonderprogramm „Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen“ aufgelegt. Die Gemeinden hatten bis Ende November 2020 Zeit, einen vollständigen Förderantrag mit zahlreichen Unterlagen einzureichen.

Dem in die Jahre gekommenen Kneippbecken tue eine Erfrischungskur gut, so war daraufhin die einhellige Auffassung des Gemeinderats. Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) nahm deshalb kurzfristig Kontakt zum Landschaftsarchitekturbüro Senner in Überlingen auf. So konnten sämtliche Antragsunterlagen fristgerecht eingereicht werden. Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhielt die Gemeinde mit Bescheid vom 26. Februar dieses Jahres. Die Maßnahme solle aber laut Förderbedingungen zeitnah umgesetzt werden, die Fertigstellung muss bis zum September abgeschlossen sein.

Bei der Förderung handelt es sich um einen Festbetrag, der bei zuwendungsfähigen Ausgaben zwischen 20.000 und 100.000 Euro bei 18.000 Euro liegt. Der grobe Kostenansatz lag unter Berücksichtigung von Unvorhergesehenem im Rahmen der Förderantragstellung bei 25.000 Euro. „Im Zuge der konkreteren Planungsphase hat es sich gezeigt, dass sich dieser Kostenansatz nicht halten lässt“, erklärte Bürgermeister Schlechter jetzt in der Sitzung. Die Materialpreise sowie die Arbeitsstunden seien in den letzten Monaten rasant gestiegen.

„Um Kosten zu sparen, wurden sämtliche Arbeiten, die vom Bauhof erledigt werden konnten beziehungsweise noch können, aus der Kostenberechnung genommen“, so Schlechter weiter. Bei den Abbrucharbeiten habe es sich allerdings herausgestellt, dass zusätzlich eine Abdichtung des Beckens, die nun mit 4370 Euro angesetzt sei, notwendig werde.

Einige größere Posten seien bereits bei einschlägigen Unternehmen angefragt worden, sodass für diese Bereiche eine gewisse Kostensicherheit vorhanden sein dürfte. Bürgermeister Schlechter weiter: „Die Gesamtkosten werden aktuell mit 51.000 Euro beziffert, in dieser Zahl ist ein kürzlich nachverhandelter Rabatt des Planungsbüros schon mit eingerechnet.“

Georg Weber (Freie Wähler) schlug vor, zur Kosteneinsparung die Aufgangstreppe zum Kneippbecken wegzulassen und die Sanierung zeitlich zu strecken. Gerhard Grünbacher (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass das dortige Wasser für ein Kneippbecken nicht kalt genug sei.

Der Gemeinderat genehmigte mit deutlicher Mehrheit bei einer Gegenstimme von Grünbacher die Planung zur Sanierung des Kneippbeckens. Die Maßnahme solle gemäß den Förderbedingungen zeitnah umgesetzt werden.

sh

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