Gemeinderat beschließt

Hotel Winklmoosalm darf (vorerst) nicht erweitert werden

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Reit im Winkl – Um die Planungsziele im Gebiet zwischen Hausbergstraße und Seerosenweg zu sichern, erließ der Gemeinderat in seiner Sitzung eine Veränderungssperre für den Bebauungsplan "Ortskern – nordwestlicher Teil".

Einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans "Am Steinbachweg" lehnte er ab. Weiter ging es um die beabsichtigte Erweiterung des Hotels Winklmoosalm und um zwei Anträge auf isolierte Abweichung in Bauangelegenheiten. Im Rahmen des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan "Ortskern – nordwestlicher Teil" in einer Sitzung im März waren als Planungsziele eine geordnete städtebauliche Entwicklung und die Sicherung des touristisch genutzten baulichen Bestands mit dem Hotel zur Post im Mittelpunkt genannt worden. 

Die Veränderungssperre für Bebauungsplans "Ortskern – nordwestlicher Teil"

Sie fanden unter anderem durch Festsetzungen hinsichtlich der Höhe der Gebäude, der Grundflächenzahl, der Zahl der Vollgeschosse, der Bauweise und der Gebietsarten wie zum Beispiel Sondergebiet Fremdenverkehr ihre Berücksichtigung. Um diese Planungsziele zu sichern, beschloss der Gemeinderat jetzt einstimmig, eine Satzung über eine Veränderungssperre für den Geltungsbereich des sich derzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans "Ortskern – nordwestlicher Teil" zu erlassen. 

Bebauungsplan ""

Für den Bebauungsplan "Am Steinbachweg" lag ein Antrag auf Änderung vor. Die beiden Antragstellerinnen wollten diesen um ein ihnen gehörendes angrenzendes Grundstück erweitert wissen. Nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heigenhauser müsste Voraussetzung für eine Aufstellung von Bauleitplänen die Erforderlichkeit für eine städtebauliche Ordnung sein. Eine solche könne hier aber nicht angenommen werden. Als Gründe hierfür nannte er, dass das betreffende Gelände deutlich tiefer wie die umgebenden Grundstücke und in unmittelbarer Nähe zur Lofer liegt. Da sich dieser Fluss bereits in den letzten Jahren deutlich nach Süden ausgeweitet habe, sei eine Hochwassergefährdung nicht von der Hand zu weisen. Aus all diesen Gründen lehnte der Gemeinderat den Antrag einstimmig ab

Erweiterung des

Der Besitzer des Hotels "Winklmoosalm" will dieses erweitern und hatte deshalb einen Antrag auf Vorbescheid gestellt. Um den Betrieb wirtschaftlich weiterführen zu können, sei eine Erweiterung der Zimmerkapazität und eine Erneuerung der Personalzimmer erforderlich. Die Notwendigkeit hierfür wurde von allen sich zu Wort meldenden Gemeinderäten gesehen und befürwortet. Nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs sei aber darauf zu achten, dass die Erweiterung im Verhältnis zum vorhandenen Gebäude und Betrieb angemessen ist. 

Einigkeit herrschte darüber, dass durch die geplante Beseitigung des verschachtelten und wenig attraktiven Nebengebäudes eine Verbesserung erreicht werde. In Bezug auf den vorgesehenen Umfang der Erweiterung gingen die Meinungen jedoch auseinander. Der Trend ging dahin, dass sich darüber in einer Ortsbesichtigung mehr Klarheit beschafft werden solle. So wurde der Antrag auf Vorbescheid in der derzeitigen Form bei nur zwei Ja-Stimmen mehrheitlich abgelehnt

Zwei weiteren Anträgen wurde zugestimmt

Ohne größere Debatten wurden zwei weiter vorliegenden Anträgen auf isolierte Abweichung zugestimmt. Ein solcher kommt bei Vorhaben zum Tragen, die grundsätzlich genehmigungsfrei sind, aber den Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung widersprechen. In den beiden Fällen handelt es sich um den geplanten Einbau eines Dachflächenfensters an einem Anwesen an der Frühlingstraße und um den Anbau einer Garage an ein bestehendes Wohngebäude an der Loferaustraße.

Fam. Hauser

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