Bei der Bürgerversammlung in Reit im Winkl

Bürgermeister Josef Heigenhauser übergab Franz Höflinger die Verdienstmedaille

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Bürgermeister Josef Heigenhauser (links) überreichte an Franz Höflinger die Verdienstmedaille der Gemeinde Reit im Winkl mit Urkunde.

Reit im Winkl - Die Verdienstmedaille der Gemeinde Reit im Winkl erhielt Franz Höflinger bei der Bürgerversammlung im Festsaal von Bürgermeister Josef Heigenhauser überreicht. Der Gemeinderat hatte in seiner vorangegangenen Sitzung einstimmig beschlossen, diese äußerst seltene Ehrung erneut zu vergeben.

Die jahrzehntelange Arbeit von Höflinger zur Erforschung der Geschichte der Gemeinde, ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte und ihrer Bewohner habe vor kurzem mit der Häuserchronik von Reit im Winkl einen krönenden Abschluss gefunden, sagte der Bürgermeister. Dieses 675 Seiten starke Buch sei nicht nur eine Auflistung von Häusern und wechselnden Besitzern, sondern eine Familienchronik mit bleibendem Wert für Generationen.

Zuvor arbeitete Franz Höflinger 1999 federführend beim Reit im Winkler Heimatbuch unter dem Titel „Der Reiter Winkel“ mit. 2010 legte er eine Dokumentation über die Forstgebäude in den Gemeindegrenzen von Reit im Winkl vor, und 2012 folgte noch das Buch über die historische Entwicklung der Sägewerke in Reit im Winkl. Auch mit diesen Werken habe er die dramatischen Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur der Gemeinde von der Land- und Forstwirtschaft zur touristisch geprägten Ortschaft festgehalten, so Heigenhauser.

Über dieses Engagement zur Erforschung der Heimat hinaus sei Franz Höflinger auch in vielen Vereinen tätig gewesen und habe sich hier der Verantwortung gestellt. So im Heimat- und Geschichtsverein Achental, beim Wintersportverein oder als jahrzehntelanges Vorstandsmitglied und langjähriger erster Vorsitzenden der Alpenvereinssektion Kössen/Reit im Winkl.

„Die Gemeinde kann sich glücklich schätzen, solche Bürger in ihren Reihen zu haben, die sich in ehrenamtlicher Arbeit dermaßen engagieren wie Franz Höflinger“, sagte Bürgermeister Heigenhauser. Ohne Zweifel habe er sich in seinem Heimatort außergewöhnliche Verdienste erworben. Nicht unerwähnt bleiben dürfe, dass bereits sein Vater Hans Höflinger das Verdienstabzeichen und den Ehrenring für seine zahlreichen Verdienste um die Gemeinde erhalten habe.

Die Verdienstmedaille der Gemeinde Reit im Winkl wird seit 2008, als diese an Jakob Strobl und Karl-Heinz Schlechter übergeben wurde, von Pankraz Walcher gestaltet. Dieser hat sein Wissen aus der Ausbildung bei der Kunstwerkstätte Bunge für Emaille und Metallverarbeitung erhalten. Außer den Materialkosten macht er dies für seine Gemeinde ehrenamtlich. Bürgermeister Josef Heigenhauser bedankte sich bei ihm herzlich „für diese eigentlich unbezahlbaren Einzelanfertigungen“.

sh

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