Urlaubsfahrt endet bei Reit im Winkl abrupt

Alle Jahre wieder: Ehepaar fährt sich mit Auto auf Loipe fest

Reit im Winkl - Alle Jahre wieder eine Loipenfahrt: Im dritten Winter hintereinander versuchte ein Autofahrer sich auf einer Langlaufloipe im Gemeindebereich Reit im Winkl fortzubewegen. Wieder erfolglos.

Am Samstagmittag wollte ein 55-jähriger Urlauber aus Sachsen-Anhalt zusammen mit seiner Ehefrau zum gebuchten Hotel auf der Winklmoosalm anreisen. Da er aber am Parkplatz in Seegatterl mit der Bedienung der Mautschranke nicht zurechtkam und ihm sein Navigationsgerät eine für Fahrzeuge gesperrte Ausweichstrecke anbot, fuhr er kurzer Hand diese Wegstrecke entlang. 


Dieser Versuch war zunächst auch von Erfolg gekrönt. Die Fahrt mit dem allradgetriebenen Auto auf der Langlaufabfahrtsloipe hoch zur Winklmoosalm endete jedoch nach drei Kilometern abrupt an einem Steilstück. Das Auto hatte sich so tief in den Schnee eingegraben bis es auf dem Bodenblech aufsaß.

Das Auto konnte dann erst wieder mit einem allradgetriebenen Abschleppahrzeug mit Ketten und vereinten Kräften aus der misslichen Situation befreit werden. Für das Ehepaar endete das „Loipenabenteuer“ am ersten Urlaubstag mit einem Schrecken, einem Verwarnungsgeld wegen Befahren einer „gesperrten Straße“ und den Abschleppkosten.


Autofahrer will verbotene Abkürzung nehmen und bleibt auf Loipe stecken

Ein sehr ähnlicher Fall hat sich Mitte Februar 2019 ereignet. Ein 22-jähriger Urlauber aus Fürth (Mittelfranken) fuhr mit seinem Auto von Reit im Winkl auf Höhe des Ortsteils Seegatterl auf die Langlaufloipe auf. Sein Versuch querfeldein über die Loipe auf die Bundesstraße zu gelangen, schlug gewaltig fehl. Nach mehreren Kilometern fuhr er sich schließlich vor einer bewirtschafteten Alm fest.

Ein 82-jähriger „Loipenfahrer“ aus Moosburg sorgte vor recht genau einem Jahr für Kopfschütteln. Auch er fuhr mit seinem Auto in Reit im Winkl auf Höhe des Ortsteil Seegatterl auf die Langlaufloipe und dann ca. 3,5 Kilometer weiter Richtung Ruhpolding. Als er sich dann endgültig festgefahren hatte setzte er einen Notruf ab. 

Den Beamten der Polizeistation Reit im Winkl erklärte er seine „Loipenfahrt“ damit, dass er schließlich seit mehr als 20 Jahren hierher zum Skifahren komme und wenn die B305 schon lawinenbedingt (Schneechaos Januar 2019) gesperrt sei, so darf er dann wenigstens die Loipe zur Weiterfahrt benutzen.

mh/Pressemitteilung Polizeiinspektion Reit im Winkl

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