Gemeinderat begrüßt und unterstützt Maßnahmen

Hochwasserschutz am Hausbach: Das sind die Planungen

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Ein Teil der Hochwasserschutzmaßnahmen ist der Aus- beziehungsweise Neubau des bestehenden Gerinnes vom Hausbach zwischen Birnbacher Straße und Tiroler Straße.

Reit im Winkl - Die Gemeinde Reit im Winkl begrüßt und unterstützt die Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Hausbach. Der Gemeinderat unterstrich dies in seiner vergangenen Sitzung und stimmte auch einer finanziellen Beteiligung zu:

Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein, plant am Hausbach Maßnahmen zum Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis einschließlich einem Klimazuschlag von 15 Prozent. Mit dem Vorhaben soll der Hochwasserschutz für die bebauten Siedlungsbereiche im Einzugsbereich des Hausbachs erreicht werden. Dies beinhaltet eine Verbesserung der Abflusssituation für das Oberflächen- und Niederschlagswasser sowie gewässerökologische Verbesserungen in der freien Fließstrecke unterhalb der Tiroler Straße.

Im ersten von zwei Bauabschnitten soll zunächst am Lettengraben eine Geschiebe- und Wildholzrückhaltesperre errichtet werden, weiter ein Einlaufbauwerk mit Horizontal- und Vertikalrechen im oberen Bereich der Hausbergstraße und ein Aufteilungsbauwerk im Bereich Hausbachweg-Abzweigung Birnbacher Straße. Es folgen der Aus- beziehungsweise Neubau des bestehenden Gerinnes zwischen Birnbacher Straße und Tiroler Straße für den Mittelwasserabfluss und die Errichtung eines parallel verlaufenden, unterirdischen Hochwasserentlastungskanals. Weiter geht es um die Errichtung von Durchlassbauwerken für Mittelwassergerinne und eines Hochwasserentlastungskanals unter der Tiroler Straße.

Der für den vollumfänglichen Hochwasserschutz erforderliche Geschiebe- und Wildholzrückhalt im Feichtlgraben soll in einem zweiten Bauabschnitt realisiert werden.

Als vorgezogene Vorwegmaßnahmen und Teil des Gesamtkonzepts „Hochwasserschutz Hausbach“ wurden vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein in den Jahren 2009 und 2010 bereits die Ertüchtigung der Wildholz- und Geschieberückhaltesperre am Grünbühel sowie Maßnahmen zum Hochwasserrückhalt am Glapfweiher umgesetzt.

Bürgermeister Josef Heigenhauser erläuterte die ausgelegten Unterlagen. Sie beinhalten Berichte zur Baugrundbewertung, zur statischen Berechnung der Bauwerke, den landschaftspflegerischen Begleitplan, die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung und zahlreiche Einzelpläne.

Der Gemeinderat fasste den Beschluss, die Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Hausbach ausdrücklich zu begrüßen. Zugestimmt wurde den notwendigen Beschlüssen zur finanziellen Beteiligung an der Maßnahme sowie den erforderlichen Grunderwerben und Grundstückssicherungen. Mit den ausgelegten Unterlagen zeigte sich das Gremium einverstanden.

sh

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