Wegen hoher Loipenpräparierungskosten

Parken in Reit im Winkl wird teurer

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Dieses Bild zeigt die Belegung der ortsnahen Loipen mit Kunstschnee in der schneearmen Zeit des vergangenen Winters.

Reit im Winkl - Aufgrund der hohen Kosten für die Präparierung der Reit im Winkler Langlaufloipen werden die Gebühren für die kurzfristigen Nutzer der gemeindlichen Parkplätze ab Beginn der kommenden Wintersaison erhöht.

Für diejenigen, die sich in Reit im Winkl den ganzen Tag aufhalten, bleibt der Preis gleich. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung und erließ dazu eine neue Parkgebühren-Verordnung. Angeregt worden war die Erhöhung in der Bürgerversammlung im März dieses Jahres. Diese Empfehlung wurde in einer Gemeinderatssitzung im Mai behandelt und dabei beschlossen, Angebote für die Neuanschaffung von Parkautomaten einzuholen und die Parkgebühren ab Dezember neu festzusetzen

Die genaue Festlegung sollte dann erfolgen, sobald die Kosten für die Neuanschaffung der Parkautomaten bekannt sind. Auf diese Sitzung hin sind mehrere Stellungnahmen aus der Bevölkerung bei der Gemeinde eingegangen, die deutlich gegen eine Erhöhung gerichtet waren. 

Bürger haben Einwände

Es erfolgte auch eine von Gerhard Trattler initiierte Unterschriftenaktion bei den Reit im Winkler Einzelhändlern und Unternehmen. Grundtendenz dabei war, dass die angedachte Gebührenerhöhung zu hoch und daher zu befürchten sei, dass Parkplatzsuchende in Zukunft vorrangig die Kundenparkplätze des Einzelhandels belegen würden. In einem Gespräch mit Franz und Gerhard Trattler versuchte die Gemeinde nach den Ausführungen von Bürgermeister Josef Heigenhauser in der Sitzung dann, einen Kompromiss zu finden, der beiden Seiten gerecht würde. 

„Die Gemeinde hat großes Interesse daran, dass der Einzelhandel floriert und sich Tagesbesucher möglichst lange in Reit im Winkl aufhalten“, sagte er. Deshalb solle die Tagespauschale im Verhältnis zu kurzfristigem Parken verhältnismäßig günstig sein. Auf der anderen Seite wolle die Gemeinde diejenigen stärker zur Kasse bitten, die nur kurzfristig die Infrastruktur nutzen und dann ohne weitere Einkäufe Reit im Winkl wieder verlassen. 

Dieses Bild zeigt die Belegung der ortsnahen Loipen mit Kunstschnee in der schneearmen Zeit des vergangenen Winters.

Deshalb sei die gewünschte „Semmeltaste“ mit kostenlosem Parken für eine Stunde nicht vertretbar. Hier müsse auch bedacht werden, dass bereitssämtliche Reit im Winkler Gäste von den Parkgebühren befreit sind. In der bisher gültigen Verordnung war eine Parkgebühr von einem Euro pro angefangene Stunde festgelegt. Mit dem neuen Vorschlag der Verwaltung, dass sich die Einstiegsschwelle auf zwei Euro erhöht und für diejenigen, die sich in Reit im Winkl den ganzen Tag aufhalten und damit auch entsprechend konsumieren und einkaufen, der Preis gleich bleibt, besteht nach Heigenhausers Worten auch seitens der Sprecher der Unterschriftenaktion Einverständnis. 

Kurzparker zahlen ab Dezember mehr

In der Zwischenzeit hat es sich auch herausgestellt, dass eine Neuanschaffung von Parkautomaten nicht erforderlich ist, weil die bestehenden den geplanten Tarifänderungen angepasst werden können. Somit beschloss der Gemeinderat einstimmig den Neuerlass der Parkgebühren-Verordnung, in der nun festgelegt ist, dass ab kommenden Dezember die Gebühr auf Parkplätzen mit Parkscheinautomaten bis zu zwei Stunden Parkdauer zwei Euro und bis zu vier Stunden vier Euro beträgt. 

Der Tagesparkschein kostet weiterhin fünf Euro. Der Preis für den Wintersaisonparkschein für Tagesgäste bleibt ebenfalls gleich bei 50 Euro und der für den Winter- und für den Sommersaisonparkschein auf dem besonders gekennzeichneten Parkplatz hinter dem Hallenbad für Skilehrer und Wanderführer bei jeweils 20 Euro.

Pressemeldung Gemeinde Reit im Winkl

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