Gemeinderat beschließt 

Neubau, Abriss, neue Wohneinheit: Das sind die Bauvorhaben in Reit im Winkl

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Zugestimmt wurde in der Sitzung nach ursprünglicher Ablehnung einem Bauantrag auf einen Teilausbau der Tenne zu einer Wohneinheit im Schusterbaueranwesen.

Reit im Winkl – Im Schusterbaueranwesen in Entfelden darf nach ursprünglicher Ablehnung nun die Tenne zu einer Wohneinheit ausgebaut werden. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Genehmigt wurde auch der Neubau von drei Wohnhäusern, die Erweiterung einer Maschinenhalle am Benzeck-Skilift und eine Nutzungsänderung im ehemaligen Zollhaus. Zugestimmt wurde einem Bauantrag auf Erneuerung des Dachstuhls der Tenne sowie einem Teilausbau dieser zu einer Wohneinheit im Schusterbaueranwesen in Entfelden. In der ursprünglichen Eingabeplanung hatte die Westansicht bezüglich der Tür- und Fensterformate nicht den Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung entsprochen, und der Gemeinderat hatte in einer Sitzung im August dieses Jahres das Einvernehmen für die isolierte Abweichung verweigert.

Der Antragsteller bat daraufhin um Überprüfung der Entscheidung des Gemeinderats durch das Landratsamt, das eine Umplanung des Bereichs empfahl. Nach den dann geänderten Plänen soll im Obergeschoss eine ausreichende Belichtung durch drei große Fenster gewährleistet werden. Im Erdgeschoss wurden nun Fensterformate und Tür an den Bestand angeglichen. Der Gemeinderat sah dies als Anlass, jetzt dem Bauantrag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Keine Einwände gab es auch bei einem Bauantrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage auf einem Grundstück an der Weitseestraße oberhalb des gemeindlichen Wasserwerks. Im Januar dieses Jahres hatte der Gemeinderat für das Grundstück den Satzungsbeschluss für die dritte Änderung der Innenbereichssatzung für den Ortsteil Groißenbach gefasst. Das geplante Gebäude ist innerhalb der festgesetzten Baugrenze situiert, die westlich angebaute Garage darf laut Festsetzungen der Satzung außerhalb der Baugrenze errichtet werden.

Nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heigenhauser entspricht das Verhältnis zwischen Fensterfläche und Fassade den Bestimmungen der gemeindlichen Ortsgestaltungssatzung. Die im Rahmen des Satzungsverfahrens geforderte Entwässerungssituation bezüglich des Oberflächenwassers werde vom Wasserwirtschaftsamt überprüft. Im Übrigen sei es zu begrüßen, wenn hier eine junge einheimische Familie zum Bauen komme. Auch diesem Bauantrag erteilte der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Abgerissen werden soll einem weiteren Bauantrag zufolge ein bestehendes Gebäude am Lärchenweg, stattdessen will der Antragsteller dort ein Einfamilien-Wohnhaus mit Tiefgarage errichten. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig dieses Vorhaben. Den für die hier vorliegende Überschreitung der Baugrenze nach Norden hin und die abweichende Firstrichtung notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Reit im Winkl – West“ sowie für die Abweichung von der Ortsgestaltungssatzung hinsichtlich einer Geländeveränderung und einer teilweisen Freilegung des Kellergeschosses wurde ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Da sich das Anwesen im Geltungsbereich der Fremdenverkehrssatzung befindet, kann es nur als Erstwohnsitz bewohnt werden.

Ebenfalls um einen Abbruch und Neubau eines Wohnhauses ging es bei einem Bauantrag für ein Anwesen an der Chiemseestraße in Entfelden. Der Antrag war bereits in einer Sitzung im Oktober behandelt und aufgrund der geplanten großen Höhe und Ausdehnung abgelehnt worden. In den nun vorliegenden Plänen sind die Dachneigung, die Freilegung des Gebäudes, die Anzahl der Schlafzimmer, die Fensterfläche sowie die Gebäude- und die Traufenhöhe verringert worden. Außerdem entfällt die Außentreppe westseitig, und das Geländer auf dem Carport wird in ortsüblicher Holzbauweise anstatt Metall ausgeführt. Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag jetzt einstimmig das gemeindliche Einvernehmen, ebenso den vorliegenden Abweichungen von der gemeindlichen Ortsgestaltungssatzung hinsichtlich der teilweisen Freilegung des Kellergeschosses und der Dachform des Nebengebäudes.

Einstimmig genehmigt wurde auch ein Bauantrag auf Erweiterung einer bestehenden Maschinenhalle für Arbeitsgeräte am Benzeck-Skilift. Das Gebäude soll an ein bereits bestehendes angebaut werden, das zum Betrieb des Lifts benötigt wird und im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens für die Pumpstation für die Beschneiungsanlage genehmigt ist.

Schließlich ging es um einen Bauantrag auf Nutzungsänderung von Aufenthaltsräumen in eine Wohneinheit im ehemaligen Zollhaus an der Tiroler Straße. Im Rahmen einer Wohnsitzanmeldung war aufgefallen, dass die bereits bestehende Wohnung im Obergeschoss baurechtlich nicht genehmigt war. Der jetzige Eigentümer hatte das Anwesen bereits mit der Wohnung übernommen und war sich dessen nicht bewusst. Nach Aufforderung des gemeindlichen Bauamtes wurde nun dieser Antrag gestellt. Die Räume im OG waren bislang als Aufenthaltsräume eingetragen und wurden jetzt vom Gemeinderat einstimmig als nunmehr zweite Wohneinheit in dem Anwesen genehmigt.

J. Hauser

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