Jahreshauptversammlung der Bergwacht Reit im Winkl

Bereits 250 Einsätze im Skigebiet Winklmoos-Steinplatte in diesem Winter

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Im Bergwachtstützpunkt Winklmoosalm leisten die Bergwachtler Bereitschaftsdienst für das Skigebiet Winklmoos-Steinplatte. Hier ist er nach den starken Schneefällen im Januar zu sehen.

Reit im Winkl - Die Bergwacht Reit im Winkl zieht Bilanz. 2018 hat es 61 Einsätze mehr als im Vorjahr gegeben. Darunter mehr Radunfälle. Auch in diesem Winter sind zahlreiche Einsätze zu verzeichnen.

Das Jahr 2018 war für die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl ein arbeitsreiches Jahr. Bereitschaftsleiter Peter Wlach gab bei der Jahreshauptversammlung im Alpenvereinsheim bekannt, dass im abgelaufenen Jahr 375 Einsätze zu verzeichnen waren - 61 mehr als im Vorjahr. 44-mal musste der Hubschrauber angefordert werden.

Lobend erwähnte der Bereitschaftsleiter, dass bei den Vorsorgediensten im Skigebiet Winklmoos-Steinplatte eine wertvolle Unterstützung von den Bergwachten aus Traunstein und Grassau kam. Auch schwierige Einsätze waren seinen Worten zufolge zu bewältigen. Als Beispiele nannte er einen schwer verletzten, in ein Bachbett gestürzten Skifahrer, einen schweren Forstunfall in Blindau, einen Absturz auf der Winklmoosstraße mit tödlichem Ausgang und einen schwer verletzten Wanderer auf der Zwerchenbergalm. Im Sommer mussten Bergwanderer und Klettersteiggeher geborgen werden.

Eine Zunahme war bei den Radunfällen zu verzeichnen. Die Betreuung von Veranstaltungen wurde übernommen, wie zum Beispiel die BR-Schneeschuhnacht, die Chiemgau-Team-Trophy, die Deutsche Langlauf-Meisterschaft und der Mountainman-Traillauf. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde wurde eine Klettersteigtour für Kinder am Hausbachfall unternommen.

Ausbilder Florian Brandl berichtete von einem umfangreichen Ausbildungsprogramm auch im vergangenen Jahr. Besonders nannte er eine Lawinenübung, eine Klettersteigausbildung, eine Gemeinschaftsübung mit der Bergrettung Kössen, eine Bergeübung an der Scheibelbergbahn, eine Ausbildung im Funkwesen und eine Sanitätspraxisausbildung. Weiter berichtete er von einer durchgeführten Ausbildung in GPS mit Koordinatenangabe, die gerade in Smartphonezeiten immer wichtiger werde.

Bürgermeister Josef Heigenhauser bedankte sich bei der Bergwacht für ihren großen Einsatz das ganze Jahr über. Eine so aktive Bergwachtbereitschaft sei auch wichtig für den Tourismusort Reit im Winkl. Sein besonderer Dank an die Bergwachtler ging für ihren wertvollen Einsatz während des Katastrophenfalls wegen der starken Schneefälle in diesem Winter.

Bereitschaftsleiter Peter Wlach berichtete abschließend, dass in diesem Winter 2018/2019 bis zum jetzigen Zeitpunkt im Skigebiet Winklmoos-Steinplatte schon wieder etwa 250 Einsätze zu verzeichnen sind.

sh

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