Gemeinderat Reit im Winkl und Bauausschuss stimmten zu

Tourist-Info-Pavillon soll aufgestockt und umgebaut werden

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Der Tourist-Info-Pavillon soll dem Gemeinderatsbeschluss zufolge im nächsten Jahr aufgestockt und umgebaut werden. Der Bauausschuss stimmte dem entsprechenden Bauantrag der Gemeinde ebenfalls zu.

Reit im Winkl – Um den Tourismus weiterhin wettbewerbsfähig ausrichten zu können, ist nach Ansicht der Gemeinde eine Aufstockung und ein Umbau des Tourist-Info-Pavillons an der Dorfstraße dringend erforderlich. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, diese Baumaßnahme im nächsten Jahr durchzuführen. Und der Bauausschuss erteilte einem diesbezüglichen Bauantrag der Gemeinde in seiner Sitzung am selben Tag das gemeindliche Einvernehmen.

Der Tourismusausschuss und der Gemeinderat hatten sich zuvor schon mehrfach mit den beengten Platzverhältnissen in der Tourist-Information auseinandergesetzt. Hierzu wurde im Juni 2016 von den leitenden Mitarbeitern der Tourist-Info ein Antrag gestellt. Mit dem Ingenieurbüro Mühlberger wurden mehrere Varianten zur Schaffung von zusätzlichen Beratungskapazitäten in der Tourist-Info besprochen. Schließlich verständigte man sich darauf, dass eine zukunftsfähige Lösung nur gegeben sei, wenn eine Aufstockung erfolgt.

Bürgermeister Josef Heigenhauser gab in der Gemeinderatssitzung eine Darstellung vom Leiter der Tourist-Info Florian Weindl bekannt, in der dieser auf die Bedeutung des Tourismus für die Gemeinde und auf die speziellen Anforderungen in Reit im Winkl eingeht. Gegenüber vielen vergleichbaren Tourismusorten, in denen oft 70 bis 80 Prozent der Übernachtungen in Hotels mit 100 bis 200 Betten verzeichnet würden, sei die Verteilung in Reit im Winkl komplett anders. 70 Prozent der Übernachtungen würden in Betrieben mit bis zu 30 Betten erzielt. Von den insgesamt 489 Vermietungsbetrieben seien 460 sogenannte Klein- oder Privatvermieter, die in der Tourist-Info individuell und persönlich beraten werden müssen.

Deren Gäste nutzen den Ausführungen Weindls zufolge den Service der Tourist-Information häufiger als Hotelgäste, die sich an den Rezeptionen erkundigen können. Besonders im Winter werde Reit im Winkl von überdurchschnittlich vielen Tagesgästen besucht, diese würden sich in der Tourist-Info alle nötigen Informationen holen. In den bestehenden Räumen könnten all diese Anforderungen nicht mehr erfüllt werden.

Nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heigenhauser ist gemäß einem Gespräch mit der Regierung von Oberbayern für touristische Investitionen der Gemeinde eine Förderung von bis zu 60 Prozent der Baukosten möglich. „Wir können mit nahezu 800 000 Euro Zuschuss rechnen“, sagte er dazu. Gemeinderätin Lisa Ruh, auch Zweite Vorsitzende des Verkehrsvereins, bezeichnete das Vorhaben als „eine wichtige Investition in die Zukunft“.

Die Gesamtkosten wurden vom Ingenieurbüro auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt. Der Gemeinderat beschloss, die Aufstockung und den Umbau des Tourist-Info-Pavillons im Jahr 2018 durchzuführen. Mit den Bauarbeiten soll gleich nach der kommenden Wintersaison begonnen werden.

In der Sitzung des Bauausschusses, dem der diesbezügliche Bauantrag der Gemeinde vorlag, gab dessen Vorsitzender Bürgermeister Josef Heigenhauser bekannt, dass der Pavillon um ein Stockwerk angehoben werden soll und dieser damit eine seitliche Wandhöhe von 6,75 Metern aufweisen würde. Laut Festsetzungen im dafür zuständigen Bebauungsplan „Ortskern – östlicher Teil“ sei dort lediglich ein Vollgeschoss sowie eine maximale Wandhöhe von vier Metern zulässig. Hier seien jeweils Befreiungen von den Festsetzungen im Bebauungsplan notwendig.

Der derzeitige Anbau im nordöstlichen Bereich des Pavillons soll vergrößert werden und über beide Stockwerke gehen. Er liegt in einer festgesetzten „Bauverbotszone an der Bundesstraße“. Die Gemeindeverwaltung hatte nach Auskunft des Bürgermeisters diesbezüglich Kontakt mit dem Staatlichen Bauamt aufgenommen und von diesem die Auskunft erhalten, dass eine Befreiung von dieser Festsetzung in Aussicht gestellt werden könne. Um einen barrierefreien Zugang in alle Büros gewährleisten zu können, soll ein Aufzug in das Gebäude eingebaut werden.

Der Bauausschuss erteilte dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen. Für die Befreiungen hinsichtlich der maximal zulässigen Wandhöhe und Vollgeschosse sowie der Überbebauung der Bauverbotszone wurde dieses Einvernehmen ebenfalls erteilt.

Sepp Hauser

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