Im Almrausch: Die Linke geht wandern

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Almwanderung

Reit im Winkl - Hoch oben auf der "Winklmoos" gesellten sich Politiker der Linken zu Bergfreunden und berieten über den Bau der umstrittenen Skischaukel:

Auch die Partei Die Linke macht sich wie viele Natur- und Bergfreunde aus dem Landkreis Sorgen um den Erhalt der heimischen Landschaft. Besonders ihr Bundestagskandidat Franz Lindlacher, Diplomsozialpädagoge und Skihochtourenführer, sieht mit Argwohn, dass die Idee einer Skischaukel vom Heutal über Winkelmoos seit kurzem wieder wirtschaftliche Begehrlichkeiten weckt.

Er traf sich deshalb mit Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE), die dem „Ausschuss für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit“ im Bundestag vorsitzt, auf der „Winklmoos“ zu einer umweltpolitischen Almwanderung, begleitet von einem TV-Team, das im Auftrage des ZDF eine Sendung über Bundestagskandidaten vorbereitet. Vorausgegangen waren bereits Aufnahmen im Ortsbereich von Grassau. Vor dem Panorama von Steinplatte und Wildalphorn erläuterte Franz Lindlacher die Pläne der Investoren und erzählte die Geschichte dieser Planungen seit den 1970er Jahren und des Widerstands dagegen. Er führte aus, welche problematischen ökologischen Folgen dieses Projekt aus seiner Sicht mit sich bringen würde (Landschaftszerstörung durch die nötigen Baumaßnahmen, Beeinträchtigung der Vegetation, Bodenverdichtung), verwies aber auch auf rechtliche und politische Hindernisse.

Eva Bulling-Schröter unterstützte als Umweltexpertin seine Argumentation, hob aber zusätzlich hervor, dass ein nachhaltiger Tourismus für die Region von weit größerem wirtschaftlichem Nutzen sei. Unter anderem schaffe und sichere dieser weit eher Arbeitsplätze, was unter sozialem Gesichtspunkt bedeutsam sein. Echte „Konservative“, so ihre Meinung, müssten sich entschieden gegen ein solches Projekt wehren. Anhand einer topographischen Karte erläuterte Lindlacher später in der Traunsteiner Hütte mehreren Gästen nochmals die nötigen Baumaßnahmen für eine Skischaukel und deren Folgen. Er stieß dabei durchweg auf Verständnis und Zustimmung.

Pressemitteilung "DIE LINKE" Kreisverband Traunstein

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