Mehr Gäste und Übernachtungen

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Nach wie vor als Urlaubsort beliebt: das Bergdorf Reit im Winkl.

Reit im Winkl - Zwei positive Nachrichten für den Ort: Sprunghafter Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen und erstmals ein Überschuss der Fremdenverkehrsbetriebe in 2011.

Mit zwei positiven Nachrichten in Bezug auf den Haupterwerbszweig des Bergortes Reit im Winkl, dem Tourismus, konnte Bürgermeister Josef Heigenhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor wenigen Tagen aufwarten. Während bei den Gästezahlen im ersten Halbjahr 2012 ein Plus von etwas über neun Prozent und bei den Übernachtungszahlen ein Anstieg um 8,67 Prozent registriert wurde, schloss die Bilanz der Fremdenverkehrsbetriebe für das vergangene Jahr mit einem Überschuss von fast genau 65.000 Euro ab. Dies sei das erste Mal, seit diese Bilanzen erstellt würden, so Heigenhauser. 2010 hatten diese Betriebe noch mit einem Minus von 280.936 Euro abgeschlossen.

Der Anstieg bei den Tourismuszahlen bedeutet in absoluten Zahlen: 315.959 Übernachtungen wurden im ersten Halbjahr 2011 registriert; das waren 25.213 mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum (290.746). Die Anzahl der Übernachtungen im Jahr 2011 insgesamt: 542.211. Begründet wurde dieser Verlauf damit, dass die grundsätzliche Ausrichtung auf Wanderer als eine der Zielgruppen immer besser greife, dass man aber auch von der Biathlon-WM im Nachbarort Ruhpolding profitiert habe und dass im vergangenen Jahr die Osterferien sehr spät gewesen seien, was sich freilich auch auf diese touristischen Zahlen auswirke.

Zu den Fremdenverkehrsbetrieben zählen beispielsweise die beiden Bäder, der Festsaal und die Tourist-Info genauso wie der Unterhalt und die Pflege von Loipen und Wanderwege, aber auch der Winklmoosstraße. In jedem Jahr wird eine Gesamtbilanz dieser Einrichtungen ermittelt und diese im Verlaufe des folgenden Jahres dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben. In der Regel verzeichnen diese Betriebe ein Minus im sechsstelligen Bereich. Die Bilanz für 2011 war dagegen völlig anders ausgefallen, wozu Bürgermeister Josef Heigenhauser den Räten die wesentlichen Gründe erläuterte.

Zunächst habe die Gemeinde für Sanierungsarbeiten an der Winklmoosstraße in 2011 mit 113.000 Euro nur etwa die Hälfte der Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr (211.597 Euro) gehabt. Die derzeit äußerst günstige Zinslage führte dazu, dass bei den Darlehenszinsen für den Festsaal etwa 26.000 Euro eingespart werden konnten. Ganz wesentlicher Grund für die positive Entwicklung sei aber die Tatsache, dass der Fremdenverkehrsbeitrag im Jahr 2011 um 215.000 Euro angestiegen war, er belief sich insgesamt auf 831.000 Euro. Diese Abgabe wird von den örtlichen Betrieben erhoben, auch sie profitieren bei ihren Leistungen in nicht unerheblicher Weise von den Auswirkungen des Tourismus.

Bei zehn Prozentpunkten liegt dieser Fremdenverkehrsbeitrag noch, für 2012 wurde er allerdings kraft eines früheren Gemeinderatsbeschluss um einen Punkt gesenkt, was einer Mindereinnahme von etwa 70.000 Euro entspricht. "Bei diesen Zahlen wird sehr deutlich, dass wir hier bei dieser Senkung völlig richtig gehandelt haben", wie sich der Vorsitzende des Finanzausschusses, Wolfgang Hechtl bestätigt sah.

In diesem Zusammenhang wollte der Zweite Bürgermeister, Andreas Heigenhauser darauf verweisen, dass diese Entwicklung geschafft worden sei, obwohl die Gemeinde in erheblichen Maße in den Tourismus investiert hat: "Wir haben in den vergangenen Jahren rund 2,5 Millionen Euro in die touristische Infrastruktur gesteckt, wir haben hier definitiv nicht gespart."

Der Gemeinderat stellte in seiner Abstimmung schließlich den Jahresabschluss der Fremdenverkehrsbetriebe einstimmig - und sichtlich zufrieden - fest.

ost/Chiemgau-Zeitung

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